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1 (Geen wettelijk huwelijk, maar een buitenechtelijke verbintenis)


RFN 581 
Family: F245
 
2 24. Sonntag nach Trinitatis 1687  Family: F52
 
3 Salm ist der Name eines moselländisches Grafengeschlecht, einer Nebenlinie der Luxemburger, benannt nach der Burg Vielsalm in den Ardennen (heute Belgien).

Stammvater ist Widricus Graf im Triergau und Bidgau, Pfalzgraf zu Aachen 877-926. Sein Sohn Siegfried wird 963 als Graf im Moselgau, Graf von Luxemburg und Salm genannt. 1165 Teilung in die Linien Niedersalm in den Ardennen und Obersalm in den Vogesen. Die dortige Burg Salm befindet sich südwestlich von Schirmeck an der Grenze zu Lothringen - "Gefürstete Grafschaft Salm", seit 1793 französisch.



Die Linie Niedersalm wurde 1416 von den Herren von Reifferscheidt und Dyck beerbt (mit Hermannus de Dicco tritt im Jahre 1094 der erste Vertreter der Familie Von Dyck (auch Huygen van Dyck) in das Licht der Geschichte, über eine Erbtochter gelangte die Herrschaft Dyck 1394 an die Herren von Reifferscheidt), welche in männlicher Linie vom Salm'schen Stammvater Widricus abstammen. Das Haus Salm-Reifferscheidt teilte sich im 17. Jahrhundert in mehrere Linien, die fast alle im 18. Jahrhundert in den Reichsfürstenstand erhoben wurden:





  • Salm-Reifferscheidt-Dyck (1888 erloschen, Stammsitz: Schloss Dyck bei Jüchen)


  • Salm-Reifferscheidt-Krautheim (ab 1888 Dyck, 1958 erloschen)


  • Salm-Reifferscheidt-Raitz (Stammsitz bis zur Enteignung 1945 Raitz/Mähren, heute Schloss Steyregg)




Die Linie Obersalm wurde zur Hälfte an die Wild- und Rheingrafen vererbt, die in der Folge auch den Namen Salm annahmen. Nach Teilungen im 17. und 18. Jahrhundert bildeten sich die Linien:





  • Salm-Salm (Stammsitz Burg Anholt in Anholt, siehe auch Fürstentum Salm)


  • Salm-Kyrburg (1743 Reichsfürsten, 1905 erloschen, siehe auch Fürstentum Salm)


  • Salm-Horstmar-Grumbach (1816 Fürsten von Horstmar)


  • von Salm-Hoogstraeten (Kinder des Fürsten Konstantin Alexander Joseph zu Salm-Salm aus der Ehe mit der bürgerlichen Catherina Bender)


  • von Salm zu Salm Greis




Namensträger





  • Agnes Prinzessin zu Salm-Salm, geborene Leclerq Joy


  • Amalie Zephyrine von Salm-Kyrburg


  • Felix Prinz zu Salm-Salm


  • Florentin Fürst zu Salm-Salm


  • Friedrich IV. zu Salm-Kyrburg


  • Hermann von Salm


  • Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck


  • Konstantin Alexander Joseph zu Salm-Salm


  • Niklas Graf Salm


  • Otto I. von Salm


  • Otto Ludwig Graf von Salm-Kyrburg


  • Rosemarie Prinzessin zu Salm-Salm


  • Wilhelm Florentin von Salm-Salm


 
Family: F764
 
4 Stammliste der Rurikiden

Von Rurik bis Wladimir Monomach





  1. Rurik (auch Rjurik, ca. 830-ca. 879), Herrscher über Nowgorod



    1. Igor, herrscht über Großfürstentum Kiew 912-945 verh. Olga "die Heilige" (881-969), Regentin 945-959



      1. Swjatoslaw I. (942-972), 959-972 regierender Fürst von Kiew



        1. Jaropolk (945-980), 972-980 Fürst von Kiew, verh. mit einer Griechin, ermordet von seinem Bruder Wladimir


        2. Oleg, Herrscher der Drewljanen, 972 kurzzeitig Fürst von Kiew, 977 ermordet


        3. (illegitim, von "Maluschka")Wladimir I. "der Heilige" (960-1015), 972-980 Herrscher von Nowgorod, 980-1015 Fürst von Kiew, verh. mit Rogneda (gest. 1000),



          1. Wyscheslaw, Herrscher von Nowgorod, starb vor 1014


          2. Swjatopolk I. (Russland) (978-1019), 1016-1019 Großfürst der Kiewer Rus, verh. mit Tochter des polnischen Fürsten Boleslaw I.


          3. Jaroslaw der Weise (979-1054), Herrscher von Nowgorod, 1019-1054 Großfürst von Kiew, verh. mit Ingigerd (1001-1050, Tochter von Olaf Skötkonung von Schweden)



            1. Wladimir II. Holti (1020-1052), Fürst von Weliki Nowgorod


            2. Elisabeth von Kiew, verh. mit Harald III. von Norwegen


            3. Anastasia von Kiew (1023-1074), verh. mit Andreas I. von Ungarn


            4. Isjaslaw I. (1024-1078), 1054-1073 und 1077-1079 Großfürst von Kiew, verh. mit Gertrude (Tochter von Mieszko II. Lambert von Polen)



              1. Jaropolk Pjotr Islasjawitsch


              2. Swjatopolk II. (1050-1113), 1093-1113 Großfürst von Kiew, verh. 1094 mit einer Tochter vom Kumanenkhan Tugorkan






            5. Swjatoslaw II. (1027-1076), verh. mit Tochter des Grafen Etheler von Dithmarschen, 1073-1076 Großfürst von Kiew



              1. Roman


              2. Oleg



                1. Wsewolod II. (1104-1146), 1139-1146 Großfürst von Kiew


                2. Igor II. Olgowitsch, 1146-1147 Großfürst von Kiew






              3. Swjatoslaw (Fürst von Sverien und Czernichow)


              4. Jaroslaw (zu Czernichow) (1124-1129), Nachkommen: siehe unten


              5. David (in Smolensk)



                1. Isjaslaw (1159-1161)










            6. Wsewolod I. (1030-1093), verh. mit Irina (Tochter von Kaiser Konstantin IX.), 1078-1093 Großfürst von Kiew



              1. Wladimir Monomach (1053-1125), 1114-1125 Großfürst von Kiew






            7. Anna von Kiew (1024/35-1075/89), verh. mit Heinrich I.


            8. Igor Jaroslawitsch (?-1060), Fürst von Wladimir






          4. Boris


          5. Gleb


          6. Dobroniega Maria


















  2. Sineus ( -864), Herrscher über Bjelosersk


  3. Truwor ( -864), Herrscher über Isborsk


  4. Oleg der Weise ( -912/922), Regent für Igor (879-912), Verwandtschaft unklar




Nachkommen von Jaroslaw, Fürsten von Rjasan bis Iwan (1320-1328)





  1. Jaroslaw (zu Czernichow) (1124-1129)



    1. Rostislaw, 1126-1161 Fürst zu Rjasan



      1. Gljeb, 1161-1177 Fürst zu Rjasan



        1. Igor, 1180-1194 Fürst zu Rjasan



          1. Gljeb, 1237-1258 Fürst von Rjasan



            1. Roman, 1258-1270 Fürst von Rjasan



              1. Constantin, 1270-1306 Fürst von Rjasan



                1. Jaroslaw, 1307-1320 Fürst von Rjasan



                  1. Iwan, 1320-1328 Fürst von Rjasan




































Nachkommen von Jaroslaw, Fürsten von Rjasan von Iwan (1320-1328) bis Wassili (1448-1483)





  1. Iwan, 1320-1328 Fürst von Rjasan



    1. Iwan Korotopol, 1328-1343 Fürst von Rjasan



      1. Oleg, 1343-1370 und 1395-1402 Fürst von Rjasan



        1. Feodor Olegowitsch, 1402-1434 Fürst von Rjasan



          1. Iwan Feodorewitsch, 1434-1456 Fürst von Rjasan



            1. Wassili Iwanowitsch (1448-1483), 1456-1483 Fürst von Rjasan, zunächst unter Vormundschaft von Großfürst Wassili II.



              1. Iwan Wassiliewitsch, 1483-1500 Fürst von Rjasan



                1. Iwan Iwanowitsch, 1500-1517 Fürst von Rjasan, vertrieben
































Von Wladimir Monomach bis Michail





  1. Wladimir Monomach (1053-1125), 1114-1125 Großfürst von Kiew



    1. Mstislaw I. (1076-1132), 1125-1132 Großfürst von Kiew



      1. Isjaslaw II., 1146-1154 Großfürst von Kiew



        1. Mstislaw II. ( -1170), 1167-1169 Großfürst von Kiew



          1. Roman "der Große" von Lodomerien (1170-1205), Fürst von Wladimir und Galitsch (Halytsch)



            1. Vasilko


            2. Daniel (1201-1264), 1205-1206 und ab 1212 Fürst von Wladimir und Galitsch, 1253-1266 König von Galitsch



              1. Švarno, verh. mit Tochter von Mindaugas I. von Litauen, 1264-1270 König von Galitsch.


              2. Leo (Lev), 1270-1301 König von Galitsch



                1. Georg, 1301-1316 König von Galitsch



                  1. Andreas, 1316-1324 König von Galitsch



                    1. Georg, 1324-1336 König von Galitsch, 1340 wird Galitsch polnisch






























      2. Rostislaw (1110-1167), 1125-1160 Fürst von Smolensk, 1153 Fürst von Nowgorod, 1154 und 1159-1167 Großfürst von Kiew






    2. Jaropolk II. (1082-1139), 1132-1139 Großfürst von Kiew


    3. Eufemija, verh. mit Koloman I. von Ungarn


    4. Juri Dolgoruki (1090-1157), Fürst von Rostow, 1149-1151 und 1155-1157 Großfürst von Kiew, Gründer Moskaus



      1. Andrei Bogoljubski (1111-1174), 1157-1174 Großfürst von Kiew


      2. Wsewolod III. (1154-1212), Großfürst von Wladimir



        1. Konstantin (1185-1218), 1212-1218 Großfürst von Wladimir


        2. Juri II. (1189-1238), 1218-1238 Großfürst von Wladimir


        3. Jaroslaw II. (1190-1246), 1238-1246 Großfürst von Wladimir



          1. Andrej I. ( -1264), 1248-1252 Großfürst von Wladimir


          2. Alexander Newski (1220-1263), ab 1236 Fürst von Nowgorod, 1252-1263 Großfürst von Wladimir



            1. Dimitrij I. (1250-1294), seit 1258 Fürst von Nowgorod, 1276-1281 und 1283-1293 Großfürst von Wladimir


            2. Andrei II., 1281-1283 und 1293-1303 Großfürst von Wladimir


            3. Daniil (+ 17.7.1304) siehe unten






          3. Jaroslaw III. (1230-1272), 1264-1272 Großfürst von Twer und Wladimir



            1. Michail (1271-1318), 1304 Großfürst von Twer und Wladimir



              1. Dimitrij II. (1298-1326), 1318-1326 Großfürst von Wladimir


              2. Alexander Michailowitsch (1300-1339), 1326-1328 Großfürst von Wladimir










          4. Wassili (1241-1276), 1272-1276 Großfürst von Wladimir






        4. Swjatoslaw III. (1196-1252), 1246-1248 Großfürst von Wladimir
















Von Daniil bis Fjodor I.





  1. Daniil



    1. Iwan I. Kalita (1288-1341), 1325-1341 Fürst von Moskau, 1328-1341 Großfürst von Wladimir



      1. Simeon Iwanowitsch (1316-1353), 1341-1353 Fürst von Moskau und Großfürst von Wladimir


      2. Iwan II. (? - 1359), 1353-1359 Fürst von Moskau und Großfürst von Wladimir



        1. Dmitri Donskoi (1350-1389), 1359-1389 Großfürst von Moskau



          1. Wassili I. (1371-1425), 1389-1425 Großfürst von Moskau



            1. Wassili II. (1415-1462), 1425-1462 Großfürst von Moskau



              1. Iwan III. (1440-1505), 1462-1505 Großfürst von Moskau, Zar von Russland



                1. Wassili III. (1479-1533), 1505-1533 Großfürst von Moskau, Zar von Russland



                  1. Iwan IV. "der Schreckliche" (1530-1584), 1533-1584 Zar von Russland



                    1. Fjodor I. (1557-1598), 1584-1598 Zar von Russland


































    2. Juri I. (? - 1325), 1303-1325 Fürst von Moskau, 1318-1322 Großfürst von Wladimir






 
Family: F527
 
5 Stammliste der Welfen mit den in der Wikipedia vertretenen Personen und wichtigen Zwischengliedern.

Die frühen Welfen - Legende (450-800)





  • Edekon (um 450)



    • Odoaker († 493)


    • Welf, Fürst der Skiren, Rugier und Turcilinger gegen 488



      • Wolfgang (gen. 546)



        • Wolfgang (gen. 550)



          • Wolfgang (gen. 590)



            • Catwin (Missus Regius 635)



              • Cathicus/Bonifacius (Missus Regius in Alemannien 670)



                • Welf, Graf in Bojvarien (Bayern) 680.



                  • R., sein Sohn, genannt 690



                    • Ruthard, Missus Regius in Alemannien 768








































Die burgundischen Welfen (800-1000)





  1. Welf I., † 3. September ..., Graf 819, ∞ Heilwig, um 826 Äbtissin von Chelles



    1. Judith, † 9. April 843; ∞ Februar 819 Ludwig der Fromme, † 20. Juni 840, König der Franken, Kaiser (Karolinger)


    2. Rudolf I., † 6. Januar 866, 829 bezeugt, 849 Abt von Jumièges, 856 Abt von Saint-Riquier, 866 Graf von Ponthieu, begraben in Saint-Riquier, ∞ Hruodun (Roduna), † nach 867



      1. Konrad, † 882, Graf von Paris und Sens


      2. Welf, † 881, Abt von Sainte-Colombe in Sens und von Saint-Riquier


      3. Hugo, 867 Rektor von Sainte-Saulve in Valenciennes


      4. Rudolf II., Graf, wohl: 870/888 Graf, 888/890 Graf im Augstgau, 890 Dux Raetianorum


      5.  ? Welf II., vielleicht auch ein Sohn Konrads I. (siehe unten), 842/850 Graf im Linzgau, 852-858 Graf im Alpgau


        wahrscheinliche Nachkommen siehe unten.






    3. Konrad I., † 21. September nach 862, 830 Dux nobilissimus (d.h. Herzog in Alemannien), 839 – nach 849 Graf im Argengau, 839 Graf im Alpgau, 844 Graf im Linzgau, 849 Graf von Paris, nach 860 Graf von Auxerre als Gefolgsmann Karls des Kahlen; ∞ Aelis, 841-866 bezeugt, Tochter von Hugo Graf von Tours (Etichonen) und Bava, die in zweiter Ehe Anfang 864 Robert den Starken (le Fort), Graf von Tours und Paris (X 15. September 866) heiratete (Kapetinger, Robertiner)



      1. Konrad II., Graf von Auxerre, besiegt 864 Hugbert bei Orbe (Vaud), 866 Markgraf von Transjuranien, ∞ Waldrada



        1. Rudolf I., † 25. Oktober 912, 872 Markgraf von Transjuranien, 878 Graf, 888 Proklamation in St. Maurice d’Agaune zum König von Burgund; ∞ Willa von Burgund, wohl Tochter des Königs Boso von Vienne, König von Niederburgund (Buviniden), die in zweiter Ehe 912 Hugo von Vienne heiratet, 926 König von Italien († 10. April 947) (Bosoniden)



          1. Rudolf II., † 11. Juli 937, 912 König von Burgund, 912/925 König von Italien, begraben in St. Maurice d’Agaune; ∞ wohl 922 Bertha von Schwaben, † nach 2. Januar 966, Tochter des Burchard II. Herzog von Schwaben (Burchardinger), die am 12. Dezember 937 Hugo von Vienne heiratet, 926 König von Italien († 10. April 947) (Bosoniden)



            1. Konrad III. der Friedfertige, † 19. Oktober 993, 937/942 minderjähriger König von Burgund, begraben in Saint-André-de-Bas in Vienne, ∞ I Adelana, † vor 23. März 963; ∞ II um 964 Mathilde, * Ende 943, † 26/27. Januar 981/982, Tochter des Ludwig IV. König der Westfranken (Karolinger), begraben in Saint-André-de-Bas in Vienne



              1. (I) Kuno, † nach 966


              2. (I) Gisela, † 21. Juli 1007; ∞ Heinrich II. der Zänker Herzog von Bayern, † 995 (Liudolfinger)


              3. (II) Mathilde, Großmutter von Gerold Graf von Genf


              4. (II) Bertha, † 16. Januar nach 1016; ∞ I Odo I. Graf von Blois und Chartres, † 12. März 995/996; ∞ II Anfang 997, geschieden 1003/1005, Robert II. der Fromme (le Pieux), † 20. Juli 1031 in Melun, König von Frankreich, begraben in der Abtei Saint-Denis (Kapetinger)


              5. (II) Gerberga, † wohl nach 1016; ∞ I Hermann Graf von Werl, 978/985; ∞ II um 988 Hermann II. Herzog von Schwaben, † 4. Mai 1003 (Konradiner)


              6. (II) Rudolf III., † 5. oder 6. September 1032, 993 König von Burgund, begraben in der Kathedrale von Lausanne; ∞ I vor 994 Agaltrudis, † zwischen 21. März 1008 und 18. Februar 1011; ∞ II 24. April/28. Juli 1011 Ermengarde, † 27. August nach 1057, Witwe des Rotbald III. Graf von Provence


              7. Burchard (Bouchard), † 22. Juni 1030 oder 1031, 978 Erzbischof von Lyon, 983 Propst von St. Maurice d’Agaune, Bouchards Mutter ist Aldiud, die als Ehefrau von Anselm die Mutter des Bischofs Anselm von Aosta, des Erzbischofs Burchard (Bouchard) von Vienne, und des Udalrich, Vogt der Kirche von Vienne, ist






            2. Rudolf, 961/962 bezeugt


            3. Burchard (Bouchard), † zwischen 23. Juni 957 und 959, vor 949 Erzbischof von Lyon


            4. Adelheid, † 16. Dezember 999; ∞ I 947 vor 27. Juni Lothar II. Mitkönig von Italien, † 22. November 950 in Turin; ∞ II Oktober 951 Otto I., † 7. Mai 973, Herzog von Sachsen, 936 deutscher König, 962 Kaiser (Liudolfinger)






          2. Ludwig, 920/929 Graf im Thurgau, ∞ Edgifa, Tochter des Eduard der Ältere, König von England



            1. Heinrich, 943/963 Graf in Vaud






          3. Waldrada, ∞ zwischen 921 und 17. Juli 923 Bonifatius I., Herzog und Markgraf von Spoleto, † Juli/Dezember 953


          4. Judith, 929 bezeugt






        2. Adelheid , 921-928/929 bezeugt, erhält 888 von ihrem Bruder das Kloster Romainmôtier auf Lebenszeit ∞ Richard Justiciarius (Richard le Justicier), † 921, Herzog von Burgund (Buviniden)






      2. Hugo Abbas, † 12. Mai 886 in Orléans, 853 Missus Regius in Auxerre und Abt von Saint-Germain d'Auxerre, bis 861 Abt von Saint-Riquier, 859/862 Abt von Saint-Bertin, 861-865 bei König Lothar II., 864 Elekt von Köln, 865 Graf von Auxerre, 866 Markgraf in Neustrien und Graf von Tours und Angers (Anjou) sowie Abt von Saint-Martin de Tours, um 874 Abt von Saint-Vaast in Arras, vor 876 Abt von Saint-Aignan in Orléans, 877 Abt von Saint-Julien in Auxerre, Abt von Saint-Colombe in Sens, um 880 Erzkaplan der königlichen Kapelle, begraben in Saint-Germain d'Auxerre


      3. Rudolf, † vor 864, Abt von Saint-Riquier, 849 Abt von Jumièges


      4.  ? Welf II., vielleicht auch ein Sohn Graf Rudolfs II. (siehe oben), 842/850 Graf im Linzgau, 852-858 Graf im Alpgau – wahrscheinliche Nachkommen siehe unten






    4. Hemma, † 13. Januar 876; ∞ 827 Ludwig der Deutsche, 843 König der Ostfranken, † 28. August 876 (Karolinger)








Die schwäbischen Welfen (850-1055)





  1. Welf II., 842/850 Graf im Linzgau, 852-858 Graf im Alpgau – wahrscheinliche Vorfahren siehe oben



    1.  ? Eticho, um 900 bezeugt, † nach 911, begraben im Ammergau



      1.  ? Heinrich mit dem goldenen Wagen, um 900 bezeugt, Stifter des Klosters Altdorf (aus dem die Abtei Weingarten hervorging)



        1.  ? Rudolf I., 935 bezeugt, begraben in Altdorf



          1.  ? Rudolf II., † 10. März ..., Graf von Altdorf, begraben dortselbst, ∞ Ita von Öhningen, Tochter Konrad I. Herzog von Schwaben (Konradiner)



            1. Heinrich, † 15. November wohl 1000, Graf


            2. Welf II., † 10. März 1030, Graf von Altdorf, Graf im Norital und Inntal, begraben in Altdorf, ∞ Imiza, † nach 2. August 1055, Tochter des Grafen Friedrich im Moselgau (Wigeriche), begraben in Altomünster



              1. Welf III., † 13. November 1055 auf Burg Bodman, 1047 Herzog von Kärnten und Markgraf von Verona


              2. Kunigunde von Altdorf (Kunizza), † 31. März vor 1055; ∞ um 1035 Alberto Azzo II. d'Este, † 1097 Graf von Luni, Tortona und Mailand, begraben im Kloster Vangadizza (Este) - Nachkommen siehe Este (Familie) und unten


              3.  ? Konrad, † 27. August 1031, filius adoptivus von Richlind von Ebersberg






            3. Richlind, † 12. Juni 1045 auf Burg Persenbeug, begraben in Ebersberg, ∞ Graf Adalbert II. von Ebersberg, † 27. März 1045 (Sieghardinger)










        2.  ? Konrad der Heilige, † 26. November 975, 934 Bischof von Konstanz


        3.  ? Eticho, begraben im Dom von Konstanz
















Rudolf I., Konrad und Eticho waren Brüder, unsicher ist die Vaterschaft Heinrichs



Die jüngeren Welfen als Herzöge von Bayern und Sachsen (Haus Welf-Este) (1000-1250)





  1. (I) Alberto Azzo II. d'Este, * 996, † 1097, Graf von Luni, Tortona und Mailand, begraben im Kloster Vangadizza (Este) ∞ I um 1035 Kunigunde von Altdorf (Kunizza) von Kärnten, Schwester des Herzogs Welf III., † 31. März vor 1055; ∞ II Garsende von Maine, Tochter des Grafen Herbert I. (Zweites Haus Maine)- Vorfahren siehe Este (Familie)/Stammliste der Este (für ihn) und oben (für Kunigunde)



    1. Welf IV., * wohl 1030/40, † 9. November 1101 in Paphos auf Zypern, 1070 Herzog von Bayern, gründet um 1078 Kloster Rottenbuch, begraben in Weingarten, ∞ I, geschieden 1070, Ethelinde von Northeim, Tochter des Otto II. von Northeim, 1063/1070 Herzog von Bayern, sie heiratete in zweiter Ehe Hermann, 1115 Graf von Calvelage, 1105/44 bezeugt; ∞ II um 1070 Judith von Flandern, * posthuma 1028, † 5. März 1094, Tochter des Herzogs Richard III. von Normandie, Witwe des Grafen Tostig Godwinson von Northumbria



      1. (II) Welf V., * wohl 1073, † 24. September 1120 auf Burg Kaufering, 1101 Herzog von Bayern, begraben in Weingarten; ∞ um 1089, getrennt 1095, Mathilde, * wohl 1046, † 24. Juli 1115 in Bondeno di Roncore, Herrin von Canossa, 1053/1056 und 1070/1115 Herzogin von Tuscien, Gräfin von Reggio etc., Tochter des Bonifatius Herr von Canossa, Markgraf und Graf von Reggio, Modena und Brescia, Markgraf von Tuscien, Herzog von Spoleto, getrennt von Gottfried dem Buckligen, Herzog von Niederlothringen (Wigeriche), begraben im Kloster San Benedetto di Polirono in San Benedetto Po, im 17. Jahrhundert in den Petersdom umgebettet


      2. (II) Heinrich IX. der Schwarze, * wohl 1074, † 13. Dezember 1126 in Ravensburg, 1120-1126 Herzog von Bayern, Ende 1126 Mönch in Weingarten, dort auch begraben; ∞ Wulfhild von Sachsen, † 29. Dezember 1126 in Altdorf, Tochter des Magnus, Herzog von Sachsen, begraben in Weingarten (Billunger)



        1. Heinrich X. der Stolze, * wohl 1108, † 20. Oktober 1139 in Quedlinburg, 1126-1138 Herzog von Bayern, 1137-1139 Herzog von Sachsen und Markgraf von Tuscien,1138 Thronprätendent und geächtet, begraben in Königslutter; ∞ Gunzenle 29. Mai 1127 Gertrud von Sachsen, * 18. April 1115, † 18. April 1143, Tochter des Kaisers Lothar III., 1106-1137 Herzog von Sachsen (Supplinburger), sie heiratete in zweiter Ehe 11. Mai 1142 Heinrich II. Jasomirgott, 1141-1156 Markgraf und 1156-1177 Herzog von Österreich, 1143-1156 Herzog von Bayern († 13. Januar 1177) (Babenberger), begraben in Klosterneuburg



          1. Heinrich der Löwe, * wohl 1132/33, † 6. August 1195 in Braunschweig, 1142 Herzog von Sachsen, 1156 Herzog von Bayern, gründet 1159 Lübeck neu, 1179 Reichsacht, Januar 1180 Aberkennung der Reichslehen, 1194 Aussöhnung, begraben im Braunschweiger Dom; ∞ I um 1148/49, geschieden Konstanz 23. November 1162, Clementia von Zähringen, Herrin von Badenweiler, † vor 1167, Tochter des Herzog Konrad, 1138 Herzog von Burgund, sie heiratete in zweiter Ehe 1164 Humbert III., 1155 Graf von Savoyen († 4. März 1189); ∞ II Minden 1. Februar 1168 Mathilde von England, * 1156, † 28. Juni 1189 in Braunschweig, Tochter des Heinrich II. Courtmantle, 1151 Graf von Anjou, 1154 König von England (Anjou-Plantagenet), begraben im Braunschweiger Dom



            1. (I) Heinrich, † 1. November ... in Lüneburg - vom Tisch gefallen, begraben in der Klosterkirche Lüneburg


            2. (I) Gertrud, † 1. Juli 1197, begraben in Wå Gårds Harde, ∞ I 1166 Friedrich IV. von Rothenburg, † 19. August 1167 in Rom, Herzog von Schwaben (Staufer), ∞ II 1177 Knut IV., † 12. November 1202, 1182 König von Dänemark


            3. (I) Richinza, † vor 1. Februar 1168, 1164 bezeugt


            4. (II) Richenza, ab 1182 Mathilde, * 1172, † 13. Januar 1209/10, gründet 1204 die Abtei Les Clairets, ∞ I 1189 in Rouen Gottfried Graf von Perche, † 5. April 1202 (Gregorianischer Kalender); ∞ II 1204 Enguerrand III. Herr von Coucy, † 1242


            5. (II) Heinrich I. der Lange, * wohl 1173/74, † 28. April 1227 in Braunschweig 1195-1212 Pfalzgraf bei Rhein, begraben im Braunschweiger Dom, ∞ Dezember 1193/Januar 1194 auf Burg Stahleck Agnes von Staufen, † 9. Mai 1204 in Stade, begraben in St. Marien in Stade, Tochter des Pfalzgrafen Konrad (Staufer), ∞ II 1211 Agnes von Wettin, † 1. Januar 1248, Tochter des Konrad II. von Landsberg, Markgraf der Niederlausitz, Stifterin von Kloster Wienhausen, dort auch begraben



              1. (I) Heinrich II., * wohl 1196, † zwischen 14. April und 1. Mai 1214, 1212-1214 Pfalzgraf bei Rhein, begraben im Kloster Schönau bei Heidelberg, ∞ Aachen gegen Ende November 1212 Mathilde von Brabant, † 21. Dezember 1267, Tochter des Heinrich I. Herzog von Brabant, begraben in Loosduinen, sie heiratete in zweiter Ehe wohl am 5. Dezember 1214 Florens IV. Graf von Holland, † 19. Juli 1234 auf einem Turnier in Corbie, begraben in der Abtei Rijnsburg


              2. Irmgard, † 24. Februar 1259 in Lichtental, 1212 bezeugt, gründet 1245 Kloster Lichtenthal bei Baden-Baden, dort auch begraben, ∞ um 1217 Hermann V. Markgraf von Baden, † 1. Januar 1242 (oder 1243), begraben in Backnang, 1248 nach Lichtental umgebettet


              3. Agnes, * wohl 1201, † 16. November 1267, Erbin der Pfalzgrafschaft bei Rhein, begraben in Scheyern, ∞ Worms Mai 1222 Otto II. Herzog von Bayern, 1228 Pfalzgraf bei Rhein, † 29. November 1253 in Landshut, begraben in Scheyern






            6. (II) Lothar, * wohl 1174/75, † 15. Oktober 1190 als Geisel in Augsburg, begraben in der St. Afra in Augsburg


            7. (II) Otto IV., * wohl 1176/77, † 19. Mai 1218 auf der Harzburg, zum deutschen König gekrönt Aachen 12. Juli 1198, nachträgliche Wahl Frankfurt am Main 11. November 1208, Kaiser Rom 4. Oktober 1209, begraben im Braunschweiger Dom; ∞ I Nordhausen wohl 23. Juli 1212 Beatrix von Schwaben, * wohl 1198, † 11. August 1212) Tochter des Königs Philipp von Schwaben, begraben im Braunschweiger Dom; ∞ II Maastricht 19. Mai 1214 Maria von Brabant, † zwischen 9. März und 14. Juni 1260, Tochter des Heinrich I., Herzog von Brabant, sie heiratet im Juli 1220 in zweiter Ehe Wilhelm I. Graf von Holland († 4. Februar 1222)


            8. (II) Sohn, * 1182 in Argentan, † klein


            9. (II) Wilhelm, * 1184 in Winchester, wohl im Juli, † 12. Dezember 1213, 1202 Herr von Lüneburg, 1208 Herzog von Lüneburg, begraben in St. Michaelis in Lüneburg, ∞ Sommer 1202 Helena von Dänemark, † 22. November wohl 1233 in Lüneburg, Tochter von König Waldemar I. dem Großen, begraben in Lüneburg



              1. Otto I. das Kind, * 1204, † 19. Juni 1252 in Braunschweig, Mainz August 1235 Herzog von Braunschweig und Lüneburg, begraben im Braunschweiger Dom; ∞ Ende 1228 Mathilde von Brandenburg, * 1206/15, † 10. Juni 1261, Tochter der Markgrafen Albrecht II. (Askanier) - Nachkommen siehe unten






            10. Mathilde (die Mutter war eine Tochter des Grafen Gottfried I. von Blieskastel), * vor 1164, † vor 1219, ∞ vor 30. Dezember 1178 Heinrich Borwin I. Fürst von Mecklenburg, † 28. Januar 1227






          2.  ? Kunigunde, † 2. Oktober wohl 1140/47, begraben in Ottobeuren, ∞ Gottfried I. Graf von Ronsberg, Vogt von Kloster Ottobeuren, † 3. April 1168/72, 1126/32 bezeugt, begraben in Ottobeuren






        2. Konrad, † 17. März 1126 in Bari, Zisterzienser, begraben in Molfetta


        3. Sophie, † 10. Juli vor 1147, als Witwe Nonne in Admont, ∞ I Berthold III. Herzog von Zähringen, X 3. Dezember 1122 vor Molsheim im Elsass; ∞ II 1122/33 Leopold der Starke, † 24. Oktober 1129, Markgraf von Steyr


        4. Judith, * wohl nach 1100, † 22. Februar wohl 1130/31, begraben in Walbourg im Heiligen Forst im Elsass, ∞ um 1119/21 Friedrich II. der Einäugige, 1105-1147 Herzog von Schwaben, † 4. April (oder 6. April) 1147 in Alzey (Staufer)


        5. Mathilde, † 6. Februar 1183; ∞ I Diepold IV. von Vohburg, * um 1120, † wohl 1128 (Ratpotonen), ∞ II um 24. Oktober 1129 Gebhard III. Graf von Sulzbach, † 28. Oktober 1188


        6. Welf VI., * zwischen 16. Dezember 1114 und 15. Dezember 1116, † 15. Dezember 1191 in Memmingen, 1129 bezeugt, 1147 Kreuzfahrer, gründet 1147 Kloster Steingaden, 1152 Welf von Ravensburg genannt, 1152-1172 Herzog von Spoleto und Markgraf von Tuscien, 1152 Vogt von Zwiefalten, begraben in Steingaden; ∞ vor Januar 1133 Uta, genannt Herzogin von Schauenburg, † 1196, gründet 1192 Kloster Allerheiligen, Tochter des Gottfried I. Graf von Calw, 1113-1126 Pfalzgraf bei Rhein



          1. Welf VII., † 11. oder 12. September 1167 in Siena, 1146 bezeugt, 1160 Herzog von Spoleto, begraben in Steingaden


          2.  ? Elisabeth, soror ducis Welf, † 11. Oktober zwischen 1164 und wohl 1180; ∞ um 1150 Rudolf von Pfullendorf, † 9. Januar 1181






        7. Wulfhild, † 8. Mai nach 1156, 1156 Nonne zu Wessobrunn, ∞ Rudolf Graf von Bregenz, † 27./28. April 1160






      3. (II) Kunizza, † 6. Juli 1120, ∞ Friedrich Rocho, 1086 Graf, wohl von Dießen, † 12. November ...






    2. (II) Hugo V., † um 1131, Graf von Maine 1070-1092 - siehe Este (Familie)


    3. (II) Fulco I., † 15. Dezember 1128, in Ferrara, Monselice und Montagnana, 1116/34 bezeugt, † vor 1146 - siehe Este (Familie)


    4.  ? Adelasia ∞ Guglielmo Adelardi, 1070/1140 bezeugt








Von Otto I. (Braunschweig) bis Magnus II. (Braunschweig) (1200-1400)





  1. Otto I. (Braunschweig) (1204-1257), gen. das Kind ∞ Mathilde von Brandenburg († 1261), Tochter von Markgraf Albrecht II. (Brandenburg) (1150-1220)



    1. Mathilde († 1295/96) ∞ Graf Heinrich II. (Anhalt) (1215-1266), gen. der Fette


    2. Helene (1231-1273)


    3. Otto († 1247)


    4. Elisabeth († 1266) ∞ Graf Wilhelm von Holland (1227-1256)


    5. Albrecht I. (Braunschweig) (1236-1279), der Große - Altes Haus Braunschweig



      1. Heinrich I. (Braunschweig-Grubenhagen) (1267-1322), gen. der Wunderliche ∞ Agnes von Thüringen



        1. Heinrich II. (Braunschweig-Grubenhagen) (um 1289-1351), gen. der Junge



          1. Otto (Tarent) (1319/20-1399), Fürst von Tarent und Fürst von Achaia ∞ Königin Johanna I. (Neapel) (um 1326-1382), Tochter von Herzog Karl von Kalabrien


          2. Balthasar (Braunschweig-Grubenhagen)






        2. Ernst I. (Braunschweig-Grubenhagen) († 1361), in Einbeck und Osterode



          1. Albrecht I. (Braunschweig-Grubenhagen) (um 1339-1383), in Salzderhelden, Grubenhagen und Einbeck ∞ Agnes von Braunschweig († 1410), Tochter von Magnus II. (Braunschweig) (1328-1373), gen. Torquatus (mit der Kette)



            1. Erich I. (Braunschweig-Grubenhagen) († 1427) in Salzderhelden



              1. Heinrich III. († 1464), in Grubenhagen



                1. Heinrich IV. († 1526), in Salzderhelden






              2. Ernst III. (Braunschweig-Grubenhagen) († 1466)


              3. Albrecht II. (Braunschweig-Grubenhagen) (1419-1485), in Herzberg, Osterode und Grubenhagen ∞ Elisabeth von Waldeck, Tochter von Graf Volrad von Waldeck



                1. Philipp I. (Braunschweig-Grubenhagen) (1476-1551)



                  1. Ernst V. († 1567)


                  2. Wolfgang (Braunschweig-Gubenhagen) († 1595), in Katlenburg und Grubenhagen


                  3. Philipp II. (1533-1596), in Herzberg und Osterode ∞ Clara von Braunschweig-Wolfenbüttel (1532-1595), Tochter von Heinrich II. (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1489-1568), gen. der Jüngere



                    1. -> ausgestorbene Linie










                2. Ernst IV. († 1496)


                3. Erich (1508-1532), Bischof von Osnabrück, Paderborn und Münster


                4. Sophie, Äbtissin von Gandersheim














          2. Johann II. († wohl 1401)


          3. Ernst II. (Braunschweig-Gubenhagen) († 1400/1402), in Herzberg


          4. Friedrich († 1421) in Herzberg, Salzderhelden, Osterode



            1. Otto II. († 1436)










        3. Wilhelm († 1360) in Osterode


        4. Johann I. († 1367)


        5. Adelheid von Braunschweig (ca. 1300-1320) ∞ Heinrich von Kärnten († 1335)






      2. Albrecht II. (Braunschweig) (1268-1318), gen. der Fette, in Göttingen und Braunschweig ∞ Rixa von Werle († 1317), Tochter von Prinz Heinrich I. (Werle)



        1. Luther von Braunschweig-Göttingen († 1334)


        2. Bruno von Braunschweig-Göttingen († 1303)


        3. Adelheid von Braunschweig-Göttingen († 1311)


        4. Maud von Braunschweig-Göttingen († 1356)


        5. Otto (Braunschweig-Göttingen) (1292-1344), gen. der Milde


        6. Albrecht II. von Braunschweig-Lüneburg (1294-1358), Bischof von Halberstadt


        7. Wilhelm von Braunschweig (1295-1318)


        8. Heinrich III. von Braunschweig-Lüneburg (1296-1363), Bischof von Hildesheim


        9. Richenza von Braunschweig (1298-1317)


        10. Magnus I. (Braunschweig) (1304-1369), gen. der Fromme, in Braunschweig



          1. Magnus II. (Braunschweig) (1328-1373), gen. Torquatus (mit der Kette) ∞ Katharina von Anhalt-Bernburg († 1390), Tochter von Bernhard III. (Anhalt) († 1348)


          2. Ludwig I. (Braunschweig-Lüneburg) († 1367) ∞ Mathilde von Lüneburg, Tochter von Wilhelm II. (Lüneburg) (um 1300-1369)


          3. Albert II. von Braunschweig-Lüneburg († 1395), Erzbischof von Bremen






        11. Ernst I. (Göttingen) (1305-1367), in Göttingen



          1. Otto I. (Göttingen) (um 1340-1394), genannt der Quade



            1. Otto II. (Göttingen) (um 1380-1463), gen. der Einäugige






          2. Ernst II. († nach 1357)


          3. Albrecht († nach 1363)










      3. Wilhelm I. (Braunschweig) (1270-1292), in Wolfenbüttel


      4. Luther von Braunschweig (um 1275-1335), Hochmeister des Deutschen Ordens






    6. Johann I. (Lüneburg) (um 1242-1277) ∞ Liutgard von Holstein († nach 1289), Tochter von Graf Gerhard I. von Itzehoe - Altes Haus Lüneburg



      1. Otto II. (Lüneburg) (um 1266-1330), gen. der Strenge ∞ Mathilde von Bayern († 1319), Tochter von Herzog Ludwig II. (Thüringen) († 1294)



        1. Johann († 1324), Administrator des Erzbistums Bremen


        2. Otto III. (Lüneburg) (1296-1352) ∞ Mathilde von Mecklenburg (1293-1358)



          1. Mathilde († 1357) ∞ Otto II. (Waldeck)


          2. Otto, ertrunken


          3. Elisabeth († 1386)






        3. Ludwig († 1346), Bischof von Minden


        4. Wilhelm II. (Lüneburg) (um 1300-1369)



          1. Elisabeth († 1384) ∞ Otto (Sachsen-Wittenberg) († 1350)


          2. Mathilde ∞ Ludwig I. (Braunschweig-Lüneburg) († 1367), Sohn von Magnus I. (Braunschweig) (1304-1369), gen. der Fromme






        5. Mathilde († 1316) ∞ Nikolaus II. (Mecklenburg-Werle)






      2. Mathilde von Lüneburg († nach 1301)


      3. Elisabeth von Lüneburg († vor 1298)


      4. Helene von Lüneburg


      5. Agnes von Lüneburg († um 1314)






    7. Otto I. von Braunschweig-Lüneburg († 1279), Bischof von Hildesheim


    8. Konrad I. († 1300), Bischof von Verden


    9. Adelheid († 1274) ∞ Landgraf Heinrich I. (Hessen) (1244-1308)


    10. Agnes († nach 1302) ∞ Fürst Wizlaw II. von Rügen († 1302)








Von Magnus II. (Braunschweig) bis Ernst I. (Braunschweig-Lüneburg) (1350-1700)





  1. Magnus II. (Braunschweig) (1328-1373), gen. Torquatus (mit der Kette) ∞ Katharina von Anhalt-Bernburg († 1390), Tochter von Bernhard III. (Anhalt) († 1348)



    1. Elisabeth ∞ Herzog Gerhard VI. von Schleswig-Holstein († 1404), Sohn von Graf Heinrich II. von Holstein-Rendsburg (1317-1384)


    2. Friedrich (Braunschweig-Lüneburg) (1357-1400) ∞ Anna von Sachsen († 1440), Tochter von Kurfürst Wenzel I. (Sachsen-Wittenberg) (um 1337-1388)



      1. Katharina († vor 1439) ∞ Graf Heinrich XXIV. von Schwarzburg-Sondershausen (1388-1444)


      2. Anna († 1432) ∞ Herzog Friedrich IV. (Tirol) (1382-1439)






    3. Bernhard I. (Lüneburg) († 1434) ∞ Margarete von Sachsen (vor 1370-1418), Tochter von Kurfürst Wenzel I. (Sachsen-Wittenberg) (um 1337-1388) - Haus Mittel-Lüneburg



      1. Otto IV. (Lüneburg) († 1446) ∞ Elisabeth von Eberstein (vor 1415-1468), Tochter von Graf Hermann VIII. von Eberstein


      2. Friedrich II. (Lüneburg) (1418-1478) ∞ Magdalene von Brandenburg (1412-1454), Tochter von Kurfürst Friedrich I. (Brandenburg) (1371-1440)



        1. Bernhard II. (Lüneburg) († 1464) ∞ Mathilde von Holstein-Schauenburg († 1468), Tochter von Graf Otto II. von Holstein-Schauenburg-Pinneburg (1400-1464)


        2. Otto V. (Lüneburg) (1439-1471) ∞ Anne von Nassau-Dillenburg (1441-1514), Tochter von Johann IV. (Nassau) (1410-1475)



          1. Heinrich I. (Lüneburg) (1468-1532) ∞ Margaret von Sachsen (1469-1528), Tochter von Kurfürst Ernst von Sachsen (1441-1486)



            1. Anne (1492-??)


            2. Elisabeth (1494-1572)


            3. Otto (1495-1549) ∞ Meta von Campe († 1580), Tochter von Johann III. von Campe - Harburg



              1. Anne (1526-1527)


              2. Otto (1527)


              3. Ernst (1527-1540)


              4. Otto II. (1528-1603)



                1. Elisabeth (1553-1618)


                2. Otto Heinrich (1555-1591)


                3. Johann Friedrich (1557-1619)


                4. (Kind) (1559)


                5. Wilhelm August (1564-1642)


                6. Enno (1565-1600)


                7. Anne Margaret (1567-1643)


                8. Heinrich (1568-1569)


                9. Hedwig (1569-1620)


                10. Christoph (1570-1606) ∞ Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1567-1618), Tochter von Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1528-1589)


                11. Otto III. (1572-1641) ∞ Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel (1580-1657), Tochter von Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1528-1589)


                12. Johann (1573-1625)


                13. Elisabeth (1574-1575)


                14. Katharina Sophie (1577-1665) ∞ Landgraf Hermann II. von Hessen (1581-1634), Sohn von Graf Jobst von Holstein-Schauenburg († 1581)


                15. Friedrich (1578-1605)


                16. August Friedrich (1580)






              5. Friedrich (1530-1533)


              6. Margarete (1532-1539)


              7. Susanna (1536-1581)






            4. Ernst I. (Braunschweig-Lüneburg) (1497-1546) ∞ Sophie von Mecklenburg-Schwerin


            5. Apollonia (1499-1571)


            6. Anne (1502-1568) ∞ Herzog Barnim IX. (Pommern) (1501-1573)


            7. Franz (Braunschweig-Lüneburg) (1508-1549) ∞ Clara von Sachsen-Lauenburg (1518-1576), Tochter von Herzog Magnus I. (Sachsen-Lauenburg) († 1543)



              1. Katherina (1548-1565) ∞ Burggraf Heinrich VI. von Meißen (1536-1572)


              2. Clara (1550-1598)










          2. Wilhelm (1471-1480)






        3. Margarete (1442-1512) ∞ Herzog Heinrich von Mecklenburg-Stargard († 1466)






      3. Katharina (1418-1429)






    4. Heinrich I. (Braunschweig) († 1416) - Haus Mittel-Braunschweig



      1. Wilhelm I. (Braunschweig-Lüneburg) (1392-1482) - Calenberg



        1. Friedrich (1424-1495) - Calenberg


        2. Wilhelm II. (Braunschweig-Lüneburg) (1425-1503) - Braunschweig-Wolfenbüttel



          1. Anne (1460-1520) ∞ Landgraf Wilhelm I. (Hessen) (1466-1515)


          2. Heinrich I. (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1463-1514), der Ältere, der Friedfertige, gefallen ∞ Katherina von Pommern-Wolgast († 1526), Tochter von Herzog Erich II. (Pommern)



            1. Johann


            2. Christoph von Braunschweig-Lüneburg (1487-1558), Erzbischof von Bremen


            3. Katherina (1488-1563) ∞ Herzog Magnus I. (Sachsen-Lauenburg) († 1543)


            4. Heinrich II. (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1489-1568), der Jüngere



              1. Margarete († 1580) ∞ Herzog Johann von Munsterberg und Oels (1509-1565)


              2. Andreas (1517)


              3. Katherina (1518-1574) ∞ Johann (Brandenburg-Küstrin) (1513-1571)


              4. Marie (1521-1539), Äbtissin von Gandersheim


              5. Karl Viktor (1525-1553)


              6. Philipp Magnus (1527-1553)


              7. Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1528-1589) ∞ Hedwig von Brandenburg (1540-1602), Tochter von Joachim II. (Brandenburg) (1505-1571)



                1. Sophie Hedwig (1561-1631) ∞ Herzog Ernst Ludwig von Pommern-Wolgast (1545-1592)


                2. Heinrich Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1564-1613)



                  1. Dorothea Hedwig (1587-1609) ∞ Rudolf (Anhalt-Zerbst) (1576-1621)


                  2. Friedrich Ulrich (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1591-1634) ∞ Anne Sophie von Brandenburg (1598-1659), Tochter von Kurfürst Johann Sigismund (1572-1619)



                    -> ausgestorbene Linie






                  3. Sofie Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel (1592-1642) ∞ Ernst Casimir von Nassau-Dietz (1573-1632)


                  4. Elisabeth (1593-1650)


                  5. Hedwig (1595-1650) ∞ Herzog Ulrich von Pommern (1589-1622)


                  6. Dorothea (1596-1643) ∞ Christian Wilhelm (Brandenburg) (1587-1665)


                  7. Heinrich Julius (1597-1606)


                  8. Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626), der tolle Halberstädter


                  9. Rudolph (1602-1616)


                  10. Heinrich Karl (1609-1615)


                  11. Anne Auguste (1612-1673) ∞ Graf Georg Ludwig von Nassau-Dillenburg (1618-1656)






                3. Marie (1566-1626) ∞ Herzog Franz II. (Sachsen-Lauenburg) (1547-1619), Sohn von Herzog Franz I. (Sachsen-Lauenburg) (1510-1581)


                4. Elisabeth (1567-1618)


                5. Philipp Siegmund (1568-1623), Bischof von Osnabrück


                6. Margarete (1571-1580)


                7. Joachim Karl (1573-1615)


                8. Sabine Catharina (1574-1590)


                9. Dorothea Auguste (1577-1625), Äbtissin von Gandersheim


                10. Julius August (1578-1617), Abt von Michaelstein


                11. Hedwig (1580-1657) ∞ Otto III. (Braunschweig-Lüneburg-Harburg) (1572-1641), Sohn von Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603)






              8. Clara (1532-1595) ∞ Herzog Philipp II. von Braunschweig-Grubenhagen (1533-1596), Sohn von Philipp I. (Braunschweig-Grubenhagen) (1476-1551)






            5. Franz (1492-1529)


            6. Georg von Braunschweig-Lüneburg (1494-1566), Erzbischof von Bremen


            7. Erich (1500-1553), gefallen


            8. Wilhelm (vor 1514-1557)


            9. Elisabeth (vor 1514-??), Äbtissin von Steterburg






          3. Erich I. (Calenberg-Göttingen) (1470-1540), der Ältere



            1. Anne Marie (vor 1524, jung gestorben)


            2. Elisabeth († 1566) ∞ Graf Georg Ernst von Henneberg (1511-1583)


            3. Erich II. (Calenberg-Göttingen) (1528-1584), der Jüngere


            4. Anna Maria von Braunschweig (1532-1568) ∞ Albrecht von Brandenburg-Preußen (1490-1568)


            5. Katharine (1534-1559) ∞ Oberburggraf Wilhelm von Rosenberg von Böhmen (1535-1592)










        3. Otto (1468-1471)






      2. Katherina von Braunschweig-Lüneburg (1395-1442) ∞ Kurfürst Friedrich I. (Sachsen) (1370-1428)


      3. Heinrich II. (Braunschweig) (1411-1473) ∞ Helene von Kleve (1423-1471), Tochter von Herzog Adolf IV. (Kleve-Mark) (1373-1448) - Wolfenbüttel



        1. Margarete (1451-1509) ∞ Graf Wilhelm III. von Henneberg-Schleusingen (1434-1480)










    5. Agnes I. († 1410) ∞ Herzog Albrecht II. (Braunschweig-Grubenhagen) (1339-1383)


    6. Helene ∞ Graf Erich I. von Hoya (Bruder vom Paderborner Bischof Johann I. von Hoya)


    7. Elisabeth († 1420) ∞ Graf Moritz IV. von Oldenburg (1380-1420), Sohn von Konrad II. von Oldenburg († 1401)


    8. Agnes II. (vor 1356-vor 1434)


    9. Sophie (1358-1416) ∞ Herzog Erich IV. (Sachsen-Lauenburg) (1354-1411), Sohn von Herzog Erich II. von Sachsen-Lauenburg (1316-1368)


    10. Maud (1370-??) ∞ Graf Otto III. von Hoya († 1428)


    11. Otto (vor 1373-1406)








Von Ernst I. (Braunschweig-Lüneburg) bis August der Jüngere (Braunschweig-Wolfenbüttel) und Ernst August, Kurfürst von Hannover (1500-1700)





  1. Ernst I. (Braunschweig-Lüneburg) (1497-1546) ∞ Sophie von Mecklenburg-Schwerin (1508-1541), Tochter von Heinrich V. (Mecklenburg-Schwerin) (1479-1552)



    1. Franz Otto (Braunschweig-Lüneburg) (1530-1559) ∞ Elisabeth Magdalene von Brandenburg (1537-1595), Tochter von Joachim II. (Brandenburg) (1505-1571)


    2. Friedrich (1532-1553)


    3. Heinrich (Dannenberg) (1533-1598) ∞ Ursula von Sachsen-Lauenburg (1545-1620), Tochter von Herzog Franz I. von Sachsen-Lauenburg (1510-1581) - Haus Neu-Braunschweig



      1. Julius Ernst (1571-1636)



        1. Siegmund Heinrich (1614)


        2. Marie Katherine (1616-1665) ∞ Adolf Friedrich I. (Mecklenburg-Schwerin) (1588-1658)


        3. August (1619)


        4. Anne Marie (1622)






      2. Franz (1572-1601), Dompropst zu Straßburg


      3. Anne Sophie (1573-1574)


      4. Heinrich (1574-1575)


      5. Sibylle Elisabeth (1576-1630) ∞ Graf Anton II. von Delmenhorst (1550-1619), Sohn von Graf Anton I. von Delmenhorst (1505-1573)


      6. Sidonie (1577-1645)


      7. August der Jüngere (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1579-1666)






    4. Margaret (1534-1596) ∞ Graf Johann von Mansfeld-See († 1567)


    5. Wilhelm der Jüngere (Braunschweig-Lüneburg) (1535-1592) ∞ Dorothea von Dänemark jun. (1546-1617), Tochter von König Christian III. (Dänemark und Norwegen) (1503-1559) - Haus Neu-Lüneburg



      1. Sophie (1563-1639) ∞ Markgraf Georg Friedrich (Brandenburg-Ansbach) (1539-1603)


      2. Ernst II. (Braunschweig-Lüneburg) (1564-1611)


      3. Elisabeth (1565-1621) ∞ Graf Friedrich von Hohenlohe-Langenburg (1553-1590)


      4. Christian (Braunschweig-Lüneburg) (1566-1633), Bischof in Minden


      5. August der Ältere (Braunschweig-Lüneburg) (1568-1636), Bischof in Minden


      6. Dorothea (1570-1649) ∞ Pfalzgraf Karl I. (Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld) (1560-1600)


      7. Clara (1571-1658) ∞ Graf Wilhelm von Schwarzburg-Blankenburg (1534-1597), Sohn von Graf Günther XL. von Schwarzburg (1499-1552)


      8. Anne Ursula (1572-1601)


      9. Margaret (1573-1643) ∞ Herzog Johann Casimir (Sachsen-Coburg) (1564-1633)


      10. Friedrich (Lüneburg) (1574-1648)


      11. Marie (1575-1610)


      12. Magnus (1577-1632)


      13. Georg von Braunschweig und Lüneburg-Calenberg (1582-1641) ∞ Anna Eleonore von Hessen-Darmstadt (1601-1659), Tochter von Ludwig V. (Hessen-Darmstadt) (1577-1626)



        1. Magdalene (1618)


        2. Christian Ludwig (Braunschweig-Lüneburg) (1622-1665) ∞ Dorothea Sophie von Brandenburg (1636-1689), Tochter von Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663)


        3. Georg Wilhelm (Braunschweig-Lüneburg) (1624-1705) ∞ Eleonore d'Olbreuse (1639-1722)



          1. Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), bekannt als Prinzessin von Ahlden ∞ König Georg I. (Großbritannien) (1660-1727)






        4. Johann Friedrich (Braunschweig-Lüneburg) (1625-1679) ∞ Benedicte Henriette von Simmern (1652-1730), Tochter von Pfalzgraf Eduard von Simmern (1625-1663)



          1. Anne Sophie (1670-1672)


          2. Charlotte Felicitas (1671-1710) ∞ Rinaldo d'Este (1655-1737), Herzog von Modena und Reggio


          3. Henriette Marie (1672-1757)


          4. Amalia Wilhelmine von Braunschweig-Lüneburg (1673-1742) ∞ Kaiser Joseph I. (HRR) (1678-1711)






        5. Sophia Amalia von Braunschweig-Lüneburg (1628-1685) ∞ König Friedrich III. (Dänemark und Norwegen) (1609-1670)


        6. Dorothea Magdalene (1629-1630)


        7. Ernst August, Kurfürst von Hannover (1629-1698) ∞ Sophie von der Pfalz (1630-1714), Tochter von Kurfürst Friedrich V. (Pfalz) (1596-1632)


        8. Anne Marie Eleanor (1630-1636)






      14. Johann (1583-1628), Bischof in Minden


      15. Sybille (1584-1652) ∞ Julius Ernst Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1571-1636), Sohn von Heinrich (Dannenberg) (1533-1598)






    6. Ursula (1536-1538)


    7. Catherine (1537-1540)


    8. Elisabeth Ursula (1539-1586) ∞ Graf Otto IV. von Holstein-Schauenburg-Pinneburg (1517-1576), Sohn von Graf Jodokus von Holstein-Schauenburg (1483-1521)


    9. Magdalene Sophie (1540-1586) ∞ Graf Arnold von Bentheim-Steinfurt (1538-1566)


    10. Sophie (1541-1631) ∞ Graf Poppo XVIII. von Henneberg-Schleusingen (1513-1574)








Von August der Jüngere (Braunschweig-Wolfenbüttel) an (Linie Braunschweig-Wolfenbüttel) (1579-1884)





  1. August der Jüngere (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1579-1666)



    1. Heinrich August (1625-1627)


    2. Rudolf August (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1627-1704) ∞ Christiane Elisabeth von Barby (1634-1681), Tochter von Graf Albrecht Friedrich von Barby-Muhlingen (1597-1641)



      1. Dorothea Sophie (1653-1722) ∞ Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704), Sohn von Herzog Joachim Ernst (Schleswig-Holstein-Plön) (1595-1671)


      2. Christine Sophie (1654-1695) ∞ Herzog August Wilhelm (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1662–1731)


      3. Eleonore Sophie (1655-1656)






    3. Sibylle Ursula (1629-1671) ∞ Herzog Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1627-1698), Sohn von Philipp (Schleswig-Holstein-Glücksburg) (1584-1663)


    4. Clara Augusta (1632-1700) ∞ Herzog Friedrich (Württemberg-Neuenstadt) (1615-1682)


    5. Anton Ulrich (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1633-1714) ∞ Elisabeth Juliane von Holstein-Norburg (1634–1704), Tochter von Herzog Friedrich (Schleswig-Holstein-Norburg) (1581-1658)



      1. August Friedrich (1657–1676), gefallen


      2. Elisabeth Eleonore (1658–1729)


      3. Anna Sophie von Braunschweig-Wolfenbüttel (1659–1742) ∞ Markgraf Karl Gustav (Baden) (1648-1703)


      4. Leopold August (1661-1662)


      5. August Wilhelm (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1662–1731)


      6. August Heinrich (1663-1664)


      7. August Karl (1664)


      8. August Franz (1665-1666)


      9. Augusta Dorothea (1666–1751) ∞ Fürst Anton Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen (1658-1716), Sohn von Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1620-1666)


      10. Amalia Antonia (1668)


      11. Henriette Christine (1669–1753), Äbtissin von Gandersheim


      12. Ludwig Rudolf (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1671–1735) ∞ Christine Luise, Fürstin von Öttingen (1671-1747)



        1. Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750) ∞ Kaiser Karl VI. (HRR) (1685-1740)


        2. Charlotte Auguste (1692)


        3. Charlotte Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel (1694-1715) ∞ Alexei von Russland (1690-1718)


        4. Antoinette Amalie (1696-1762) ∞ Herzog Ferdinand Albrecht II. (Braunschweig) (1680-1735)






      13. Sibylle Rosola (1672-1673)






    6. Ferdinand Albrecht I. (Braunschweig) (1636-1687) ∞ Christine von Hessen-Eschwege (1648–1702), Tochter von Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege (1617-1655)



      1. Leopold Karl (1670)


      2. Friedrich Albert (1672-1673)


      3. Sophie Eleonore von Braunschweig-Lüneburg-Bevern (1674-1711), Kanonissin in Gandersheim


      4. Claudia Eleonore (1675-1676)


      5. August Ferdinand von Braunschweig-Lüneburg-Bevern (1677-1704), kaiserlicher Generalmajor


      6. Ferdinand Albrecht II. (Braunschweig) (1680-1735) ∞ Antoinette Amalie von Braunschweig (1696-1762), Tochter von Ludwig Rudolf (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1671–1735)



        1. Karl I. (Braunschweig) (1713-1780) ∞ Philippine Charlotte von Preußen (1716-1801), Tochter von König Friedrich Wilhelm I. (Preußen) (1688-1740)



          1. Karl Wilhelm Ferdinand (Braunschweig) (1735-1806) ∞ Augusta von Hannover (1737-1813), Tochter von Friedrich Ludwig von Hannover (1707-1751)



            1. Auguste Caroline (1764-1788) ∞ Friedrich I. (Württemberg, König) (1754-1816)


            2. Karl (1766-1806) ∞ Friederika Louise Wilhelmina von Oranien (1770-1819), Tochter von Wilhelm V. (Oranien) (1748-1806)


            3. Karoline von Braunschweig (1768-1821) ∞ König Georg IV. (Vereinigtes Königreich) (1762-1830)


            4. Georg (1769-1811)


            5. August (1770-1822)


            6. Friedrich Wilhelm (Braunschweig-Lüneburg) (1771-1815) ∞ Maria Elisabeth Wilhelmine von Baden (1782-1808), Tochter von Karl Ludwig (Baden) (1755-1801)



              1. Karl II. (Braunschweig) (1804-1873)


              2. Wilhelm (Braunschweig) (1806-1884)



                1. -> ausgestorbene Linie Braunschweig-Wolfenbüttel










            7. Amelie Karoline Dorothea Luise (1772-1773)






          2. Georg Franz (1736-1737)


          3. Sophie Karoline Marie (1737-1817) ∞ Friedrich (Brandenburg-Bayreuth) (1711-1763)


          4. Christian Ludwig (1738-1742)


          5. Anna Amalie von Sachsen-Weimar-Eisenach (1739-1807) ∞ Herzog Ernst August II. Konstantin (Sachsen-Weimar-Eisenach) (1737-1758)


          6. Friedrich August von Braunschweig-Lüneburg-Oels (1740-1805) ∞ Friederike von Württemberg-Oels (1751-1789), Tochter von Herzog Karl Christian Erdmann von Württemberg-Oels (1716-1792)


          7. Albrecht Heinrich von Braunschweig (1742-1761)


          8. Luise Friederike (1743-1744)


          9. Wilhelm Adolf von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel (1745-1770)


          10. Elisabeth Christine Ulrike von Braunschweig-Wolfenbüttel (1746-1840) ∞ König Friedrich Wilhelm II. (Preußen) (1744-1797)


          11. Friederike Wilhelmine (1748-1758)


          12. Auguste Dorothea (1749-1803)


          13. Maximilian Julius Leopold (Braunschweig) (1752-1785), ertrunken






        2. Anton Ulrich von Braunschweig (1714-1776) ∞ Anna Leopoldowna (1718-1746), Tochter von Karl Leopold (Mecklenburg-Schwerin)



          1. Iwan VI. (1740-1764), Zar von Russland


          2. Katharina (1741-1807)


          3. Elisabeth (1743-1782)


          4. Peter (1745-1798)


          5. Alexej (1746-1787)






        3. Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern (1715-1797) ∞ König Friedrich II. (Preußen) (1712-1786)


        4. Ludwig Ernst von Braunschweig-Lüneburg-Bevern (1718-1788), Generalkapitän der Niederlande


        5. August (1719-1720)


        6. Friederike (1719-1772)


        7. Ferdinand von Braunschweig (1721-1792), Generalfeldmarschall


        8. Luise Amalie von Braunschweig-Wolfenbüttel (1722-1780) ∞ August Wilhelm Prinz von Preußen (1722-1758)


        9. Sofie Antoinette von Braunschweig-Wolfenbüttel (1724-1802) ∞ Herzog Ernst Friedrich (Sachsen-Coburg-Saalfeld) (1724-1800), Sohn von Franz Josias (Sachsen-Coburg-Saalfeld) (1697-1764)


        10. Albrecht (1725-1745), Generalmajor, gefallen


        11. Charlotte (1725-1766)


        12. Therese (1728-1778)


        13. Juliane von Braunschweig (1729-1796) ∞ König Friedrich V. (Dänemark und Norwegen) (1723-1766)


        14. Friedrich Wilhelm (1731-1732)


        15. Friedrich Franz von Braunschweig-Lüneburg-Bevern (1732-1758), gefallen






      7. Ernst Ferdinand (Braunschweig-Bevern) (1682-1746) ∞ Eleonore Charlotte von Kurland (1686–1748), Tochter von Friedrich II. Kasimir Kettler (1650-1698), Herzog von Kurland



        1. August Wilhelm (Braunschweig-Bevern) (1715-1781)


        2. Christiane Sofie (1717-1779) ∞ Markgraf Friedrich (Brandenburg-Bayreuth) (1711-1763)


        3. Friederike (1719-1772)


        4. Georg Ludwig (1721-1747)


        5. Ernestine (1721)


        6. Friedrich Georg (1723-1766)


        7. Amalie (1724-1726)


        8. Karl Wilhelm (1725)


        9. Friedrich August (1726-1729)


        10. Marie Anna (1728-1754)


        11. Friedrich Karl Ferdinand (Braunschweig-Bevern) (1729-1809), dänischer Generalfeldmarschall ∞ Anna Karoline von Nassau-Saarbrücken (1751-1824), Tochter von Wilhelm Heinrich II. von Nassau-Saarbrücken (1718-1768)



          1. -> ausgestorbene Linie Braunschweig-Bevern






        12. Johann Anton (1731-1732)






      8. Ferdinand Christian (1682-1706)


      9. Heinrich Ferdinand (1684-1706)






    7. Maria Elisabeth (1638-1687) ∞ Adolf Wilhelm (Sachsen-Eisenach) (1632-1668)


    8. Christoph Franz (1639)








Von Ernst August, Kurfürst von Hannover bis Georg V. (Hannover) (Linie Hannover)





  1. Ernst August, Kurfürst von Hannover (1629-1698) ∞ Sophie von der Pfalz (1630-1714), Tochter von Kurfürst Friedrich V. (Pfalz) (1596-1632)



    1. Georg I. (Großbritannien) (1660-1727) ∞ Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), bekannt als Prinzessin von Ahlden, Tochter von Georg Wilhelm (Braunschweig-Lüneburg) (1624-1705)



      1. Georg II. (Großbritannien) (1683-1760) ∞ Caroline von Ansbach (1683-1737), Tochter von Markgraf Johann Friedrich (Brandenburg-Ansbach) (1654-1686)



        1. Friedrich Ludwig von Hannover (1707-1751) ∞ Augusta von Sachsen-Gotha (1719-1772), Tochter von Friedrich II. (Sachsen-Gotha-Altenburg) (1676-1732)



          1. Augusta von Hannover (1737-1813) ∞ Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig (1735-1806)


          2. Georg III. (Vereinigtes Königreich) (1738-1820) ∞ Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz (1744-1818), Tochter von Carl (Mecklenburg-Strelitz) (1708-1752), gen. Prinz von Mirow



            1. Georg IV. (Vereinigtes Königreich) (1762-1830) ∞ Karoline von Braunschweig (1768-1821), Tochter von Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig (1735-1806)



              1. Charlotte Auguste, Kronprinzessin von England (1796-1817) ∞ Leopold I. (Belgien) (1790-1865)






            2. Friedrich August, Herzog von York und Albany (1763-1827) ∞ Friederike von Preußen (1767-1820), Tochter von Friedrich Wilhelm II. (Preußen) (1744-1797)


            3. Wilhelm IV. (Vereinigtes Königreich) (1765-1837) ∞ Adelheid von Sachsen-Meiningen (1792-1849), Tochter von Georg I. (Sachsen-Meiningen) (1761-1803)



              1. Charlotte Augusta (1819)


              2. Elizabeth (1820-1821)






            4. Charlotte Auguste von Württemberg (1766-1828) ∞ Friedrich I. (Württemberg, König) (1754-1816)


            5. Eduard, Herzog von Kent (1767-1820) ∞ Victoria von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1786-1861), Tochter von Franz (Sachsen-Coburg-Saalfeld) (1750-1806)



              1. Victoria (1819-1901) ∞ Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819-1861)






            6. Augusta Sophia (1768-1840)


            7. Elizabeth (1770-1840) ∞ Friedrich VI. (Hessen-Homburg) (1769-1829), Sohn von Friedrich V. (Hessen-Homburg) (1748-1820)


            8. Ernst August I. (Hannover) (1771-1851) ∞ Friederike von Mecklenburg-Strelitz (1778-1841), Tochter von Karl II. (Mecklenburg-Strelitz) (1741-1816)



              1. Friederike (1817-??)


              2. Georg V. (Hannover) (1819-1878) ∞ Marie von Sachsen-Altenburg, Königin von Hannover (1818-1907), Tochter von Joseph (Sachsen-Altenburg) (1789-1868)






            9. August Friedrich, Herzog von Sussex (1773-1843)



              1. August Friedrich d'Este (1794-1848)


              2. Auguste Emma d'Este (1801-1866)






            10. Adolph Friedrich, Herzog von Cambridge (1774-1850) ∞ Auguste von Hessen-Kassel (1797-1889), Tochter von Friedrich III. (Hessen-Kassel) (1747-1837)



              1. George, Herzog von Cambridge (1819-1904), britischer Feldmarschall


              2. Augusta Karoline (Mecklenburg-Strelitz) (1822-1916) ∞ Großherzog Friedrich Wilhelm (Mecklenburg-Strelitz) (1819-1904), Sohn von Großherzog Georg (Mecklenburg-Strelitz) (1779-1860)


              3. Mary Adelaide Herzogin von Teck (1833-1897) ∞ Herzog Franz von Teck (1837-1900)






            11. Maria (1776-1857) ∞ Wilhelm Friedrich, Herzog von Gloucester (1776-1834)


            12. Sophia (1777-1848)


            13. Oktavius (1779-1783)


            14. Alfred (1780-1782)


            15. Amelia (1783-1810)






          3. Eduard August, Herzog von York und Albany (1739-1767)


          4. Elisabeth Caroline (1740-1759)


          5. Wilhelm Heinrich, Herzog von Gloucester und Edinburgh (1743-1805) ∞ Maria Walpole



            1. Sophia Mathilde (1773-1844)


            2. Caroline Auguste (1774-1775)


            3. Wilhelm Friedrich, Herzog von Gloucester (1776-1834)






          6. Heinrich Friedrich, Herzog von Cumberland und Strathearn (1745-1790)


          7. Louisa Anne (1748-1768)


          8. Friedrich Wilhelm (1750-1765)


          9. Caroline Mathilde von Großbritannien (1751-1775) ∞ Christian VII. (Dänemark und Norwegen) (1749-1808)






        2. Anne (1709-1759) ∞ Wilhelm IV. (Oranien) (1711-1751)


        3. Amelia Sophie (1711-1768)


        4. Carolina Elizabeth (1713-1759)


        5. Georg Wilhelm (1717-1718)


        6. Wilhelm August, Herzog von Cumberland (1721-1765)


        7. Maria von Hannover (1722-1772) ∞ Friedrich II. (Hessen-Kassel) (1720-1785)


        8. Louise von Großbritannien (1724-1751) ∞ Friedrich V. (Dänemark und Norwegen) (1723-1766)






      2. Sophie Dorothea von Preußen (1685-1757) ∞ Friedrich Wilhelm I. (Preußen) (1688-1740), König in Preußen






    2. Friedrich August (1661-1690), gefallen


    3. Maximilian Wilhelm (1666-1726), kaiserlicher Feldmarschall


    4. Sophie Charlotte von Hannover (1668-1705) ∞ Friedrich I. (Preußen) (1657-1713), König in Preußen


    5. Karl Philipp (1669-1690), gefallen


    6. Christian Heinrich (1671-1703), ertrunken


    7. Ernst August II. von Hannover (1674-1728)








Von Georg V. (Hannover) an (Linie Hannover)





  1. Georg V. (Hannover) (1819-1878) ∞ Marie von Sachsen-Altenburg (Hannover) (1818-1907), Tochter von Joseph (Sachsen-Altenburg) (1789-1868)



    1. Ernst August (II.), Kronprinz von Hannover (1845-1923) ∞ Thyra von Dänemark (1853-1933), Tochter von König Christian IX. (Dänemark) (1818-1906)



      1. Maria-Luise von Hannover-Cumberland (1879-1948) ∞ Prinz Maximilian von Baden (1867-1929), Reichskanzler


      2. Georg Wilhelm (1880-1912)


      3. Alexandra (1882-1962) ∞ Erbgroßherzog Friedrich Franz IV. (Mecklenburg) (1882-1945)


      4. Olga (1884-1958)


      5. Christian (1885-1901)


      6. Ernst August (III.) (Braunschweig-Lüneburg) (1887-1953), Herzog von Braunschweig ∞ Viktoria Luise von Preußen (1892-1980), Tochter von Kaiser Wilhelm II. (Deutsches Reich) (1859-1941)



        1. Ernst August IV. von Hannover (1914-1987) ∞ Ortrud zu Schleswig-Holstein (1925-1980), Tochter von Albert von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1863-1948)



          1. Marie (* 1952)


          2. Ernst August Prinz von Hannover (* 1954) ∞ Chantal Hochuli (* 1955); ∞ ²Caroline von Monaco (* 1957), Tochter von Fürst Rainier III. (Monaco) (1923-2005)



            1. Ernst August (* 1983)


            2. Christian Heinrich (* 1985)


            3. ²Alexandra von Hannover (* 1999)






          3. Ludwig Rudolph (1955-1988)


          4. Olga (* 1958)


          5. Alexandra (* 1959)


          6. Heinrich Julius von Hannover (* 1961)






        2. Georg Wilhelm von Hannover (1915-2006) ∞ Sophie von Griechenland (1914-2001), Tochter von Andreas von Griechenland (1882-1944)



          1. Welf (1947-1981)


          2. Georg (* 1949)


          3. Friederike Elisabeth Cyr (* 1954)






        3. Friederike von Hannover (1917-1981) ∞ Paul (Griechenland) (1901-1964)


        4. Christian Oskar Ernst August Wilhelm Viktor Georg (1919-1981)


        5. Welf Heinrich Ernst August Georg Christian Berthold Friedrich Wilhelm Louis Ferdinand (1923-1998)










    2. Friederike (1848-1926) ∞ Baron Litubert von Pawel-Rammingen


    3. Marie (1849-1904)








Literatur



zu den burgundischen Welfen





  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln III.4, Tafel 736 (1989)




darin benutzt:





  • Benjamin Guérard: Cartulaire de l'abbaye de Saint-Bertin, Paris 1840 (Collection des cartulaires de France III)


  • Émile Bourgeois: Hugues l'abbé Margrave de Neustrie et Archichapelain de France à la fin du IXe siècle, Caen 1885


  • René Poupardin: La Royaume de Bourgogne (888-1032), Paris 1907 (Bibliothèque de l'École des Hautes-Études, 163)


  • Abbé Maurice Chaume: Les origines du duché de Bourgogne I, Dijon 1925


  • Gerd Tellenbach (Hg.): Studien und Vorarbeiten zur Geschichte des großfränkischen und frühdeutschen Adels, Freiburg/Br. 1957, daraus:



    • Josef Fleckenstein: Über die Herkunft der Welfen und ihre Anfänge in Süddeutschland


    • Joachim Wollasch: Das Patrimonium Beati Germani in Auxerre


    • Gerd Tellenbach: Über die ältesten Welfen im Ost- und Westfrankenreich






  • Georg Schnath: Neuere Forschungen zur ältesten Geschichte des Welfenhauses. in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 31, Hildesheim 1959


  • Hubert Gerner: Lyon im Frühmittelalter, Köln 1968


  • Karl Schmid: Welfisches Selbstverständnis, in: Adel und Kirche, Gerd Tellenbach zum 65. Geburtstag dargebracht von seinen Freunden und Schülern, hg. von Josef Fleckenstein und Karl Schmid, Freiburg-Basel-Wien 1968


  • Joachim Wollasch: Mönchtum des Mittelalters zwischen Kirche und Welt, München 1973 (Münstersche Mittelalter-Schriften 7)


  • Eduard Hlawitschka: Die verwandtschaftlichen Verbindungen zwischen dem hochburgundischen und niederburgundischen Königshaue...; in: Grundwissenschaften und Geschichte, Festschrift für Peter Acht, Kallmünz 1976 (Münchener historische Studien Abteilung Geschichtliche Hilfswissenschaften Band 15, hg. von Waldemqar Schlögl und Peter Herde)


  • Theodor Schieffer: Die Urkunden der burgundischen Rudolfinger - MGH, München 1977


  • Franz J. Velten: Äbte und Laienäbte im Frankenreich, Studien zum Verhältnis von Staat und Kirche im früheren Mittelalter, Stuttgart 1980 (Monographien zur Geschichte des Mittelalters..., hg. von Karl Bosl, Band 20


  • Stefan Weinfurter und Odilo Engels: Series Episcoporum Ecclesiae Catholicae Occidentalis V.1, Stuttgart 1982


  • Michael Borgolte: Die Grafen Alemanniens in merowingischer und karolingischer Zeit, Sigmaringen 1986




zu den schwäbischen Welfen





  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln I.1, Tafel 17 (2005)




darin benutzt:





  • Georg Schnath: Neuere Forschungen zur ältesten Geschichte des Welfenhauses. in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 31, Hildesheim 1959


  • Wolfgang Metz: Heinrich „mit dem goldenen Wagen“, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 107, 1961


  • Franz Tyroller: Genealogie des altbayerischen Adels, in: Wilhelm Wegener (Hg.), Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, Göttingen 1962-1969 (die dort dargestellten Welfen sind Grafen von Abenberg)


  • Karl Schmid: Welfisches Selbstverständnis, in: Adel und Kirche, Gerd Tellenbach zum 65. Geburtstag dargebracht von seinen Freunden und Schülern, hg. von Josef Fleckenstein und Karl Schmid, Freiburg-Basel-Wien 1968


  • Erich König (Hg.): Historia Welforum, 2. Auflage, Sigmaringen 1978


  • Karl Jordan: Heinrich der Löwe. Eine Biographie, München 1979


  • Wilhelm Volkert: Die Regesten der Bischöfe und des Domkapitels von Augsburg Band 1, Augsburg 1985




zu den jüngeren Welfen bis 1250





  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln I.1, Tafel 18 (2005)




darin benutzt:





  • Ruth Gerstner: Die Geschichte der lothringischen und rheinischen Pfalzgrafschaft..., Bonn 1941 (Rheinisches Archiv 40)


  • Karin Feldmann: Herzog Welf VI. und sein Sohn. Das Ende des süddeutschen Welfenhauses, Dissertation phil. Tübingen 1971


  • Erich König (Hg.): Historia Welforum 2. Auflage, Sigmaringen 1978


  • Karl Jordan: Heinrich der Löwe. Eine Biographie, München 1979


  • Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV., Hannover 1980 (MGH Schriften Band 34)


  • Karl Jordan: HEinrich der Löwe und seine Familie, in: Archiv für Diplomatik 27, 1981


  • Pankraz Fried: Herzog Welf VI., in: Jahrbuch für fränkische Landesgeschichte, Festschrift für Alfred Wendehorst I, Neustadt/Aisch 1992


  • Armin Wolf: Warum konnte Rudolf von Habsburg König werden?, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte Germanistische Abteilung, 109, 1992


 
Family: F582
 
6

Als Pippiniden werden die frühesten bekannten Angehörigen der später Karolinger genannten fränkischen Herrscherfamilie bezeichnet. Das Machtzentrum der Pippiniden lag in Austrasien, nördlich der Ardennen, wo sie über ausgedehnten Grundbesitz und zahlreiche Klienten verfügten. Namensgeber und zugleich ältester bekannter Vertreter ist Pippin der Ältere. Er ermöglichte es der Familie, die Hausmeier im Reich der Merowinger zu stellen und damit die eigentliche Herrscherfamilie zu entmachten. Die Hochzeit von Pippins Tochter Begga mit dem Arnulfinger Ansegisel, den Sohn von Pippins engstem Verbündeten Arnulf von Metz, sicherte seine Politik auch familienpolitisch ab.

Nach Pippins Tod setzte sich sein Sohn Grimoald der Ältere nicht nur als sein Nachfolger durch, sondern schaffte es sogar, den damals noch kinderlosen König Sigibert III. dazu zu bringen, seinen, Grimoalds, Sohn zu adoptieren und zum Erben zu ernennen - als Childebertus adoptivus, sein eigentlicher Name ist unbekannt, wurde er nach Sigiberts Tod von den austrasischen Baronen anerkannt, die einen reibungslosen Regierungswechsel selbst bei einem Wechsel des Herrscherhauses der Alternative vorzogen, vom in Neustrien herrschenden Bruder Sigiberts, Chlodwig II., übernommen und ins Abseits gestellt zu werden. Chlodwig hingegen betrachtete Grimoalds Aktivitäten als "Staatsstreich", ließ ihn aus dem Hinterhalt gefangen setzten und in Paris im Kerker hinrichten.

Childebert konnte sich in Austrasien auf dem Thron halten, starb aber bereits 662 wohl eines natürlichen Todes, und setzte damit der Politik des Vaters und Großvaters sowie den Pippiniden im Mannesstamm insgesamt ein abruptes Ende. Erbe des Throns wurde Chlodwigs Sohn Childerich II., Erbin des umfangreichen Familienbesitzes wurden über seine Tante Begga und ihr Ehemann Ansegisel die Arnulfinger, vor allem deren gemeinsamer Sohn Pippin der Mittlere, dem es erst 18 Jahre später gelang, den plötzlichen Absturz von der Macht wieder wett zu machen. Grimoalds letztlich erfolglose Operation und die Krise, die er der Familie (der Arnulfinger) damit einbrachte, kommt in den Chroniken der Zeit so schlecht weg, dass es lange Zeit nicht möglich war, den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren: oft wurde sogar bestritten, dass Grimoald überhaupt einen Sohn gehabt hat.

Pippins Sohn Karl Martell schließlich wurde dann zum Namensgeber der neuen Dynastie der Karolinger, die die Tradition der Pippiniden als auch die der Arnulfinger bis hin zum Erlangen der Kaiserkrone im Jahr 800 fortsetzte.

Herrscher aus dem Geschlecht der Pippiniden waren:

  • Pippin der Ältere († 639), Hausmeier ab spätestens 624/25
  • Grimoald der Ältere († 656/657), Hausmeier vermutlich um 643
  • Childebertus adoptivus († 662), von Sigibert III. adoptiert, König der Franken 656

Stammliste

  1. Pippin der Ältere, † 640, 613 bezeugt, 623/629 Hausmeier in Austrien; ∞ Itta/Iduberga, * 592, † 652, stiftet 640 das Kloster Nivelles
    1. Begga, † wohl 692, stiftet 690/691 Andenne ∞ Ansegisel, um 662 bezeugt, † erschlagen vor 679, (Arnulfinger)
    2. Grimoald, * um 615, † hingerichtet 656/657 im Gefängnis in Paris, 642-643 Hausmeier in Austrien, um 650 Mitgründer der Klöster Stablo und Malmedy
      1. Childebertus adoptivus, † 662, 656/662 König der Franken in Austrien
      2. Vulfetrudis, (* wohl 639/640, † 23. November 669, 658/669 Äbtissin von Nivelles, dort auch begraben
    3. Geretrudis, † 17. März 659, um 644/658 Äbtissin von Nivelles
 
Family: F634
 
7

Die Arnulfinger sind die Nachkommen von Bischof Arnulf von Metz. Sie sind, zusammen mit den Pippiniden, eine der dynastischen Linien die zu den Karolingern führten. Arnulf von Metz wurde später heilig gesprochen.



Die Macht der Arnulfinger entstand durch das enge Bündnis zwischen Arnulf und Pippin dem Älteren, den beiden Führern des austrasischen Adels. Pippins Tochter Begga wurde mit Arnulfs Sohn Ansegisel verheiratet. Arnulf und Pippin der Ältere waren die Spitzen der austrasischen Adelsverschwörung gegen Königin Brunichild. Nach dem missglückten Staatsstreich des (pippinidischen) Hausmeiers Grimoald (661) gingen Macht, Erbe und politische Ziele auf den Sohn Ansegisels und Beggas, Pippin den Mittleren über. Nach seinem Sieg über den neustrischen Hausmeier Ebroin in der Schlacht bei Tertry (687) hatte dieser die Macht im merowingischen Reich inne.



Pippins Söhnen wurden entscheidende Ämter übertragen: Grimoald der Jüngere wurde um 700 Hausmeier Neustriens, Drogo Dux in der Champagne. Karl Martell, Sohn Pippins aus einer Friedelehe gilt als Neugründer der Dynastie, nach ihm nun Karolinger benannt. Die Besitzungen der Arnulfinger lagen um Metz und Verdun, die der Pippiniden in den Ardennen, im Haspengau und in Toxandrien.





Stammliste



Um 800 wurde den Arnulfingern als Vorfahren der Karolinger und des zu dieser Zeit regierenden Karls des Großen in Metz eine Ahnenliste zugewiesen, die 200 Jahre zurück reichte und mit einem Anspert begann, der Blithilde, eine Tochter König Chlothars geheiratet haben soll. Der älteste Sohn des Paares, Arnold, soll der Vater Arnulfs von Metz gewesen sein - so auch noch 1877 bei Grotes Stammtafeln nachzulesen. Der Stammbaum wird heute übereinstimmend als Phantasiegebilde angesehen, dessen Zweck vor allem darin liegt, die Verwandtschaft zu den Merowingern und die sich daraus ergebende politische Kontinuität aufzuzeigen.





  1. Arnulf von Metz, * um 582, 613 bezeugt, † 18. Juli wohl 640, 614/629 Bischof von Metz, begraben in Habendum bei Remiremont, später umgebettet nach St. Arnulf in Metz; ∞ NN



    1. Chlodulf, Bischof von Metz um 660, gestorben am 8. Juni 696



      1. Aunulf *? † nach 670






    2. Ansegisel, geboren um 610, um 662 bezeugt, † vor 679; ∞ Begga, † wohl 692, Tochter Pippins des Älteren, 690/691 Stifterin des Klosters Andenne (Pippiniden)



      1. Pippin der Mittlere, † 16. November 714 in Jupille, 680 dux, 688 Hausmeier (principale regimine majorum domus), ∞ I um 670/675 Plektrudis, 691/717 bezeugt, Gründerin von St. Maria im Kapitol in Köln, Tochter des (Pfalzgrafen) Hugobert und der Irmina von Oeren; ∞ II Chalpaida, uxor nobilis et elegans



        1. (I) Drogo, † 708, dux der Champagne, dann dux der Burgunden, begraben in St. Arnulf in Metz; ∞ nach 688 Anstrudis, Tochter des neustrischen Hausmeiers Waratto und der Ansfled, Witwe des neustrischen Hausmeiers Berchar



          1. Arnulf, *um 695 † nach 723, 715 dux


          2. Hugo, † 730, 715 sacerdos (Priester), Bischof von Paris, Rouen und Bayeux, Abt von Jumièges


          3. Pippin 715 bezeugt


          4. Gottfried , 715 bezeugt






        2. (I) Grimoald der Jüngere, † erschlagen April 714 in St. Lambert in Lüttich, um 700 Hausmeier in Neustrien und Burgund; ∞ Theudesinda , Tochter Friesenfürsten Radbod



          1. Theudoald, Mutter unbekannt, † wohl 741, 714/715 Hausmeier, 723 als nepos (Enkel, Nachkomme, Verwandter) Karl Martells erwähnt






        3. (II) Karl Martell, † 22. Oktober 741 in Quierzy, 717 Hausmeier in Austrien, 718 Hausmeier im gesamten Frankenreich, begraben in der Abtei Saint-Denis; ∞ I Chrothrud, † vor 725; ∞ II Swanahild, illustris matrona, 725/741 bezeugt, Nichte des Herzogs Odilo von Bayern (Agilolfinger) - Nachkommen siehe Stammliste der Karolinger


        4. Childebrand, Mutter unbekannt, † nach 751, Graf in Burgund, setzte die Fredegar-Chronik fort



          1. Nibelung, Graf (wohl in Burgund)


          2. Eccard


















 
Family: F633
 
8 Annuliert: 0771 Family: F603
 
9 Das Erste Haus Anjou (in Frankreich auch Ingelgeriens genannt) ist die erste Herrscherdynastie im Anjou. Sie stammt ab von Ingelger, † 886, Vizegraf von Angers, dessen Sohn Fulko I. der Rote sich zum Grafen aufschwang. Durch Erbschaft kam die Familie in den Besitz der Grafschaft Vendôme.

Bereits in der 6. Generation, mit Graf Gottfried II., starb die Familie 1060 im Mannesstamm aus. Beerbt wurde das Erste Haus Anjou durch Geoffroy Ferréol, Graf von Gâtinais und Stammvater des Hauses Château-Landon, aus dem wiederum die Plantagenet hervorgingen.



Stammliste





  1. Ingelger, (um 840; † 886), Vizegraf (Vicomte) von Angers um 880.



    1. Fulko I. der Rote (Foulque Ier le Roux) († 941) Graf von Anjou seit 929



      1. Guy, Bischof von Soissons


      2. Fulko II. der Gute (Foulque II le Bon) († 958) Graf von Anjou seit 941



        1. Gottfried I. Graujacke (Geoffroy Ier Grisegonelle) († 987) Graf von Anjou seit 958 Graf von Chalon-sur-Saône seit 978 ∞ Adelheid von Vermandois, Erbin von Chalon-sur-Saône, Tochter des Grafen Robert, Witwe des Grafen Lambert von Autun



          1. Gottfried (Geoffroy) († vor 987)


          2. Fulko III. der Schwarze (Foulque III Nerra), Graf von Anjou seit 987 († 1040) ∞ Elisabeth Gräfin und Erbin von Vendôme



            1. Gottfried II. Martel (Geoffroy II Martel) († 1060) Graf von Vendôme 1031-1050, Graf von Anjou seit 1040, Graf von Tours um 1044 ∞ 1. Januar 1032, geschieden um 1050 Agnes von Burgund, Tochter des Grafen Otto Wilhelm von Mâcon und Burgund


            2. Irmgard (Ermengarde), Erbin von Anjou ∞ Geoffroy Ferréol Graf von Gâtinais, Stammeltern des Hauses Château-Landon


            3. Adele, Erbin von Vendôme ∞ Bodo von Nevers aus dem Haus Monceaux Graf von Vendôme










        2. Guy, Bischof von Le Puy-en-Velay


        3. Adelheid ∞ 1) Stephan (Étienne) Graf von Gévaudan; ∞ 2) 982, getrennt 984, Ludwig V. König von Frankreich (um967-987); ∞ 3) 984/um986 Wilhelm I. Graf von Arles, Markgraf von Provence, † 994; ∞ 4) vor 1016 Otto Wilhelm, 982 Graf von Mâcon und Nevers, 995 Graf von Burgund, † 21. September 1026 (Haus Burgund-Ivrea)


        4. Arsinde ∞ um 975 Wilhelm III. Graf von Toulouse, Herzog von Aquitanien († 1037)














 
Family: F886
 
10 Das Haus Burgund-Ivrea war eine Familie des europäischen Hochadels, die ursprünglich in Burgund beheimatet und in weiblicher Linie von den Karolingern, insbesondere Karl dem Großen, abstammend, vom 9. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts eine herausragende Rolle spielte.

Die Geschichte des Hauses Burgund-Ivrea gliedert sich in vier wesentliche Abschnitte:





  • Die Markgrafen von Ivrea 879-1030


  • Die Grafen von Burgund (Franche-Comté) 995-1184 und 1248-1330


  • Die Könige von Kastilien und León 1126-1369 (darunter auch der deutsche Königs Alfons von Kastilien)


  • Die Fürsten von Orange 1417-1530




Eine Bastardlinie des Hauses Burgund-Ivrea setzte als Haus Trastámara die Linie der Könige von Kastilien und León, später dann auch von Aragonien, Sizilien und Neapel fort.



Die wichtigsten Familienmitglieder waren:



Markgrafschaft Ivrea





  • Adalbert I. der Reiche, † wohl 923, Markgraf von Ivrea


  • Berengar II., † 966, dessen Sohn, Markgraf von Ivrea und König von Italien


  • Adalbert II., † 971, dessen Sohn, Markgraf von Ivrea und Mitkönig von Italien




Freigrafschaft Burgund





  • Otto Wilhelm, † 1026, dessen Sohn, Graf von Burgund etc.


  • Rainald I., dessen Sohn, Graf von Burgund 1026-1057


  • Wilhelm I., dessen Sohn, Graf von Burgund 1057-1087


  • Rainald II., dessem Sohn, Graf von Burgund, 1087-1105


  • Wilhelm II. der Deutsche, dessen Sohn, Graf von Burgund, 1105-1125


  • Wilhelm III. das Kind, dessen Sohn, Graf von Burgund, 1125-1127


  • Rainald, III., Neffe Rainalds II., Graf von Burgund, 1127-1148,


  • Beatrix von Burgund, † 1184, dessen Tochter, Gräfin von Burgund 1148-1184, deutsche Kaiserin als Ehefrau Friedrich Barbarossas






  • Hugo von Salins, † 1266, 1248 Pfalzgraf von Burgund, Ehemann der Pfalzgräfin Adelheid von Burgund aus dem Haus Andechs-Meranien


  • Otto IV., † 1302, deren Sohn, Pfalzgraf von Burgund


  • Robert, † 1315, dessen Sohn, Graf von Burgund


  • Johanna II., † 1330, dessen Schwester, Gräfin von Burgund, Ehefrau Philipps V. König von Frankreich (Kapetinger)


  • Blanka von Burgund, † 1325/1326, Ehefrau Karls IV. König von Frankreich (Kapetinger)




Kastilien und León





  • Alfons VII., 1126-1157 König von Kastilien und León


  • Sancho III., dessen Sohn, 1157-1158 König von Kastilien


  • Ferdinand II., dessen Bruder, 1157-1188 König von León


  • Alfons VIII., Sohn Sanchos III., 1158-1214 König von Kastilien


  • Alfons IX., Sohn Ferdinands II., 1188-1230 König von León


  • Heinrich I., Sohn Alfons’ VIII., 1214-1217 König von Kastilien


  • Berenguela, dessen Schwester, 1217-1230 Königin von Kastilien


  • Blanka von Kastilien, deren Schwester, 1226-1236 und 1248-1242 Regentin Frankreichs


  • Ferdinand III. der Heilige, Sohn Alfons’ IX. und Berenguelas, 1217-1252 König von Kastilien, 1230-1252 König von León


  • Alfons X. der Weise, dessen Sohn, 1252-1284 König von Kastilien und León, 1257-1275 deutscher König


  • Sancho IV., dessen Sohn, 1284-1295 König von Kastilien und León


  • Ferdinand IV., dessen Sohn, 1295-1312 König von Kastilien und León


  • Alfons XI., dessen Sohn, 1312-1350 König von Kastilien und León


  • Peter I. der Grausame, dessen Sohn, 1350-1369 König von Kastilien und León




Peter I. wurde 1369 vertrieben, im folgte sein (illegitimer) Halbbruder Heinrich II., der der Gründer des Hauses Trastámara wurde.



Fürstentum Orange





  • Johann III. de Chalon-Arlai, † 1418, Fürst von Orange


  • Ludwig genannt le Bon (der Gute), † 1463, dessen Sohn, Fürst von Orange


  • Wilhelm VII., dessen Sohn, † 1475, Fürst von Orange


  • Johann II. de Chalon, dessen Sohn, † 1502, Fürst von Orange


  • Philibert de Chalon, dessen Sohn, † 1530, Fürst von Orange


 
Family: F666
 
11 Das englische Königshaus Anjou-Plantagenêt (frz. [ɑ̃ˈʒu-ˌplɑ̃ntɑʒə'nɛ], engl. ['ænʤu-plæn'tætʃənɪt]) geht zurück auf Gottfried V., Graf von Anjou, genannt Plante Genêt (1139-1151), seit 1144 Herzog von Normandie. Das Königshaus stellte von 1154 bis 1399 in direkter Linie den englischen König.

Der aus dem französischen Adelsgeschlecht Anjou stammende Gottfried soll einen Ginsterzweig (plante genêt, planta genista) als Emblem getragen haben, wovon sich sein Beiname Plantagenêt (engl. Plantagenet) ableitet. Der erste Plantagenet, der König von England wurde, war sein Sohn Heinrich II. (1154), dem in direkter Linie sieben weitere Könige aus dem Haus Anjou-Plantagenet folgten. Heinrichs Mutter war Mathilde, die Tochter König Heinrichs I.. Den Thronanspruch ihres Sohnes musste sie in langen Kämpfen gegen ihren Cousin Stephan von Blois durchsetzen. Heinrich II. begründete das nach Anjou benannte Angevinische Reich, welches neben England auch einen erheblichen Teil Frankreichs umfasste. Bereits unter seinem Sohn Johann Ohneland wurde der französische Besitz fast vollständig verloren. Im Jahre 1399 wurde Richard II. aus der direkten Linie der Plantagenets abgesetzt, und es folgten insgesamt sechs Könige aus den Nebenlinien Haus Lancaster und Haus York. Nach dem Tod von Richard III. von York 1485 folgten die Tudors in der Herrscherdynastie. Der letzte nachweisbare männliche englische Plantagenet war wahrscheinlich Edward Plantagenet, 17. Earl of Warwick, der 1499 hingerichtet wurde. Es gab jedoch zahlreiche andere Nachkommen, zum Beispiel die Nachkommen von John of Gaunt mit seiner langjährigen Geliebten und späteren dritten Ehefrau Catherine Swynford. Die Nachkommen dieser Verbindung tragen den Namen Beaufort (John Beaufort, Henry Beaufort, Thomas Beaufort, Joan Beaufort). Heinrich VII., der erste Tudor-König war über die Beauforts ein Nachkomme der Plantagenets.



Familie



a.) bis Eduard I.



Gottfried Plantagenet (* 1113, † 1151), Graf von Anjou ∞ 1128 Mathilde von England, (* 1102, † 1162), Tochter Heinrichs I. von England





1. Heinrich (* 1133, † 1189), König von England 1154 ∞ 1152 Eleonore von Aquitanien (* 1122, † 1204), Herzogin von Aquitanien (Ramnulfiden)



1. Wilhelm (* 1153, † 1156), Herzog der Normandie


2. Heinrich (* 1155, † 1183), Mitkönig von England


3. Mathilde (* 1156, † 1189) ∞ Heinrich der Löwe



u.a. Kaiser Otto IV.






4. Richard (* 1157, † 1199), König von England 1189


5. Gottfried (* 1158, † 1186), Herzog der Bretagne



1. Eleonor (* 1184, † 1241)


2. Arthur (* 1187, † 1203), Herzog der Bretagne






6. Eleonore (* 1161, † 1214) ∞ Alfons VIII. von Kastilien


7. Joan (* 1164, † 1199)


8. Johann (* 1167, † 1216), König von England 1199 ∞ 1200 Isabella von Angoulême (* 1189, † 1246)



1. Heinrich (* 1207, † 1272), König von England 1216 ∞ 1236 Eleonore von der Provence (* 1223, † 1291)



1. Eduard (* 1239, † 1307), König von England 1272 Nachkommen siehe unten


2. Margaret (1240–1275)


3. Beatrice (1242–1275)


4. Edmund (1245–1296)


5. Richard (1247–1256)


6. John (1250–1256)


7. William (1251–1256)


8. Catherine (1253–1257)


9. Henry






2. Richard (* 1209, † 1272) Deutscher König


3. Johanna (* 1210, † 1238) ∞ Alexander II. von Schottland


4. Isabella (* 1214, † 1241) ∞ Kaiser Friedrich II.


5. Eleonore (* 1215, † 1275) ∞ Simon V. de Montfort










2. Gottfried (* 1134, † 1158), Graf von Anjou und Nantes


3. William (* 1135, † 1164), Graf von Poitou




b.) ab Eduard I.



Eduard (* 1239, † 1307), König von England 1272 ∞ 1254 Eleonore von Kastilien (* 1241, † 1290) und ∞ 1291 Margarethe von Frankreich





aus erster Ehe:


1. Tochter, totgeboren im Mai 1255 in Bordeaux


2. Katherine (* 17. Juni 1264, † 5. September 1264)


3. Eleonore (* 17. Juni 1264, † 12. Oktober 1297)


4. Joan (* Januar 1265, begraben in Westminster Abbey vor dem 7. September 1271)


5. John (* 13. Juli 1266, † 3. August 1272)


6. Henry (* vor dem 6. Mai 1268, † 16. Oktober 1274)


7. Juliana (Katharine) (* Mai 1271 in Palästina, † vor September 1274)


8. Joan of Acre (* Mai 1272, † 7. April 1307)


9. Alphonso, Graf von Chester (* 1273, † 1284)


10. Margaret (* 15. März 1275, † nach 1333)


11. Berengaria (* 1. Mai 1276, † vor dem 27. Juni 1278)


12. Elizabeth? und Alice († kurz nach der Geburt im Januar 1278)


13. Mary (* 11. März 1279, † 29. Mai 1322)


14. Elizabeth of Rhuddlan (* 7. August 1282, † 5. Mai 1316)


15. Edward (* 1284, † 1327), König von England 1307 ∞ 1308 Isabella von Frankreich (* 1292, † 1352)



1. Eduard (* 1312, † 1372), König von England 1327 ∞ 1328 Philippa von Hennegau (* 1311, † 1369)



1. Edward of Woodstock (* 1330, † 1376), Prinz von Wales ∞ Joan of Kent



1. Edward (* 1365, † 1372)


2. Richard (* 1367, † 1400), König von England 1372






2. Isabella (* 1332, † 1379), ∞ Enguerrand VII. de Coucy


3. Joan (* 1335, † 1348)


4. William (*/† 1335)


5. Lionel (* 1338, † 1368), Herzog von Clarence und Earl of Ulster,


6. John (* 1340, † 1399), Herzog von Lancaster und Aquitanien Nachkommen siehe Haus Lancaster und Haus Beaufort



u.a. Heinrich IV. (* 1367, † 1413), König von England 1399






7. Edmund (* 1341, † 1402), 1. Herzog von York


8. Blanche (*/† 1342).


9. Mary (* 1344, † 1362)


10. Margaret (* 1346, † 1361)


11. Thomas (*/† 1347)


12. William (*/† 1348)


13. Thomas (* 1355, † 1397), 1. Herzog von Gloucester


14. Joan (* 1356).






2. John (* 1313, † 1336)


3. Eleonor (* 1318, † 1355)


4. Joan (* 1321, † 1362)






15. Beatrix (* 1286)


16. Blanche (* 1290)






aus zweiter Ehe:


1. Thomas (* 1300, † 1338)


2. Edmund (* 1303, † 1330)


3. Eleonor (* 1306, † 1322)







Sonstige





  • Philippa Plantagenet (1355-1382), Gräfin von Ulster


 
Family: F1184
 
12 Das Vermandois war im Mittelalter eine Grafschaft in Nordfrankreich, die ursprünglich aus den beiden Burggrafschaften Saint-Quentin und Péronne bestand, und sich damit innerhalb der heutigen Region Picardie in den Départements Aisne und Somme erstreckte. Der Name der Grafschaft leitet sich von den keltischen Viromandui und deren Hauptort Augusta Viromanduorum her, dem heutigen Saint-Quentin.

Geschichte [Bearbeiten]



Im 9. Jahrhundert wurde das Vermandois als Grafschaft der älteren Linie der Karolinger gegeben, den Nachkommen jenes Bernhard, der sich vergeblich gegen seinen Onkel, den Kaiser Ludwig den Frommen erhoben hatte. Das Vermandois wurde mit dem Vertrag von Ribemont (880) aufgrund seiner Nachbarschaft zum Herzogtum Niederlothringen zur Grenzregion zwischen dem Westfränkischen und dem Ostfränkischen Reich.

Heribert I., der Enkel Bernhards und erste erbliche Graf, wurde 902 von einem von Graf Balduin II. von Flandern gedungenen Attentäter getötet. Sein Sohn Heribert II. (902-943) erweiterte den Besitz des Hauses Vermandois und hielt den rechtmäßigen König von Frankreich, Karl den Einfältigen sechs Jahre, bis zu dessen Tod, in Haft. Seine Nachfolger Albert I., Heribert III., Albert II., Eudes und Heribert IV. waren weniger bedeutend. Im Jahr 1076 erhielt Heribert IV. die Grafschaft Valois als Ehemann der Erbtochter des Grafen Rudolf III., starb selbst aber kurze Zeit später und hinterließ die Grafschaft seiner Tochter Adélaide, deren erster Ehemann Hugo von Vermandois war, ein Kapetinger, der Bruder des Königs Philipp I. und einer der Anführer des Ersten Kreuzzugs.

Hugo starb 1102 in Tarsus (Kilikien). Der älteste Sohn von Hugo und Adélaide war Graf Raoul I. (Rudolf I.) (1102-1152), der Alix von Guyenne, Schwester Eleonore von Aquitanien heiratete und mit ihr drei Kinder hatte: Raoul II. („der Aussätzige“), Graf von 1152-1167, Mabile, die von 1167-1183 die Grafschaften Vermandois, Valois und Amiens besaß gemeinsam mit ihrem Ehemann Philipp von Elsaß besaß, und Eleonore. Aufgrund des Friedens von Boves, den er im Juli 1185 mit dem König Philipp II. August schloss, behielt Philipp von Elsaß die Grafschaft Vermandois bis zu seinem Tod 1191, der den französischen König veranlasste, die Belagerung von Akkon und den Dritten Kreuzzug zu verlassen und die Nachfolge zu regeln. Er schloss einen Vertrag mit Eleonore, die auf Lebenszeit den östlichen Teil des Vermandois und den Titel einer Gräfin von Saint-Quentin bekam, während der König unmittelbar in den Besitz von Péronne und den zugehörigen Gebieten kam. Eleonores verzichtete 1214, wodurch der Rest ebenfalls an die Krone fiel, und starb mindestens sieben Jahre später.

1576 wurde das Vermandois zum Herzogtum und zur Pairie erhoben.



Grafen von Vermandois aus dem Haus der Karolinger



Heribert I. (896-900/907), Graf von Meaux, Soissons und Vermandois

Heribert II. (900/907-943), Graf von Meaux, Soissons und Vermandois

Adalbert I. (Albert) (946-987), Graf von Vermandois

Heribert III. (987-1000/1002), Graf von Vermandois

Albert II. (um1000-vor1010), Graf von Vermandois

Eudes (1021-1045), Graf von Vermandois

Heribert IV. (1045-...), Graf von Vermandois und Valois

Adélaide († 1120/24), Gräfin von Vermandois und Valois



Grafen von Vermandois aus dem Haus Frankreich-Vermandois (Kapetinger)



Hugo I. (Hugues I.) (1087-1101), Ehemann Adélaides, jüngerer Sohn des französischen Königs Heinrich I., Graf von Vermandois und Valois

Rudolf I. le Vaillant (1101-1152), Graf von Vermandois, Valois, Amiens und Crépy, Seneschall von Frankreich 1131-1152, 1147 Regent von Frankreich

Hugues II. le Moine (hl. Felix von Valois) (1152-um 1160), Graf von Vermandois etc., verzichtet

Rudolf II. der Aussätzige (um 1160-1167), Graf von Vermandois etc.

Mabile (1167-1183), Gräfin von Vermandois etc.

Philipp von Elsaß, Ehemann Mabiles, (1167-1191)

Eleonore (1191-1214), Gräfin von Vermandois, Valois und Saint-Quentin

Gemäß den geschlossenen Verträgen ging das westliche Vermandois 1191, das östliche 1214 an die französische Krone. 
Family: F548
 
13 Der Name Karolinger, abgeleitet von dem fränkischen Hausmeier Karl Martell bezeichnet ein Herrschergeschlecht der Franken. Ahnherren der Karolinger sind Arnulf von Metz aus dem Geschlecht der Arnulfinger und Pippin der Ältere aus dem Geschlecht der Pippiniden. Die Karolinger herrschten bereits ab 639 mit Unterbrechungen im Frankenreich, jedoch nicht als Könige (die noch für mehr als ein Jahrhundert Merowinger waren), sondern als Hausmeier. Bis zur Mitte des achten Jahrhunderts konnten sie ihre Macht so weit ausbauen, dass kein merowingischer Schattenkönig mehr ernannt werden musste. Pippin der Jüngere wurde 751 mit päpstlicher Unterstützung von den fränkischen Adligen zum König der Franken akklamiert. Diese Erhebung des Karolingers Pippin zum König der Franken markiert den Übergang von der Vorstellung des Geblütsrechts eines Herrschers hin zum Gottesgnadentum als Begründung für die Herrschaftsausübung. Der bekannteste Vertreter der Dynastie, Karl der Große, begründete das neue weströmische Kaisertum, als er am 25. Dezember 800 in Rom von Papst Leo III. zum Kaiser gesalbt und gekrönt wurde.

Auf Karl den Großen folgte 814 Ludwig der Fromme als Kaiser, da Karls ältere Söhne Karl der Jüngere und Pippin der Bucklige bereits vor Karl verstarben. Noch zu Lebzeiten Ludwigs d. Fr. erhoben sich seine Söhne Lothar I., Ludwig II., Pippin und Karl II. „der Kahle“ in verschiedenen Koalitionen gegen ihren Vater und bekämpften sich gegenseitig, wobei der Rang des Kaisers, den Lothar seit 817 als Mitkaiser seines Vaters inne hatte, nie in Frage gestellt wurde. 843 einigten sich die drei übrig gebliebenen Brüder Lothar I., Ludwig II. und Karl II. im Vertrag von Verdun auf eine Teilung der Herrschaft (nicht des Reiches). Im Vertrag von Meerssen wird die Herrschaft 870 zwischen Karl II. und Ludwig II., nachdem Lothars Söhne ohne Erben verstorben waren, erneut geteilt. Karl III. „der Dicke“, König von Ostfranken, eint 885 kurzfristig beide Teile Frankens. Als Kaiser folgten ihm Arnulf von Kärnten und Ludwig III. „der Blinde“. Danach erloschen die Karolinger als Kaisergeschlecht.



Das Geschlecht der Karolinger beherrschte in unterschiedlichen Konstellationen bis 987 Mitteleuropa und prägte die frühmittelalterliche Welt entscheidend. Ausgehend vom fränkischen Erbschaftsrecht, welches keinen automatischen Primat des Erstgeborenen vorsah, wurde das Frankenreich (nicht das Kaisertum!) nach dem Tode Karls des Großen mehrfach geteilt. Der Vertrag von Verdun 843 kann als der Ausgangspunkt der Länderentstehung Frankreichs und Deutschlands angesehen werden. Mit den Teilungen ging ein Machtzuwachs des fränkischen Adels einher, der stets versuchte, Teilungspläne zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Waren es die Karolinger, die das Angesicht Europas so prägten, dass ihr Einfluss noch auf über 1200 Jahre hinaus sichtbar sein sollte, so liegt in ihrer Herrschaft auch der Ursprung der föderativen und dezentralen Verfasstheit und Herrschaftsausübung auf dem Gebiet des heutigen Deutschland begründet.



Als die ostfränkische Linie 911 mit Ludwig dem Kind ausstarb, folgten die Ottonen nach. Im Westfrankenreich waren noch bis 987 Karolinger an der Macht, dann wurden sie von den Kapetingern verdrängt.



Die Stilepoche der Baukunst dieser Zeit, die eine Form der Vorromanik darstellt, wird „karolingischer Baustil“ bezeichnet.





Herrscher





Karolingische Hausmeier





  • Pippin der Ältere (624-640)


  • Grimoald der Ältere (643-662)


  • Pippin der Mittlere (687-714)


  • Karl Martell (714-741)


  • Karlmann (741-771)


  • Pippin der Jüngere (741-751)






Karolingische Könige





  • Pippin der Jüngere (751-768)


  • Karlmann I. (768-771)


  • Karl der Große (768-800)


  • Karl der Jüngere (800-811)






Karolingische Kaiser





  • Karl der Große (800-814)


  • Ludwig der Fromme (813/814-840)


  • Lothar I. (840-855)


  • Ludwig II. von Italien (855-875)


  • Karl II., der Kahle (875-877)


  • Karl III., der Dicke (881-888)


  • Arnulf von Kärnten (896)


  • Ludwig III., der Blinde (901-905)






Könige des Ostfrankenreichs





  • Ludwig II., der Deutsche (843-876)


  • Karlmann (876-880)


  • Ludwig III., der Jüngere (876-880/882)


  • Karl III., der Dicke (876-887)


  • Arnulf von Kärnten (887-899)


  • Ludwig IV., das Kind (899-911)






Könige Italiens





  • Karl der Große (774-814)



    • Pippin, Mitkönig (781-810)






  • Bernhard (813-818)


  • Lothar I. (818-855)


  • Ludwig II. (844-875)


  • Karl II., der Kahle (875-877)


  • Karlmann (877-879)


  • Karl III., der Dicke (879-887)






Könige von Lotharingien





  • Lothar I. (843-855)


  • Lothar II. (855-869)


  • Zwentibold (895-900)






Könige des Westfrankenreichs





  • Karl II., der Kahle (843-877)


  • Ludwig II., der Stammler (877-879)


  • Karl III., der Dicke (885-887)


  • Karl III.,der Einfältige (898-923)


  • Ludwig IV., der Überseeische (936-954)


  • Lothar I. (954-986)


  • Ludwig V., der Faule (986-987)






Könige von Aquitanien





  • Ludwig der Fromme (781-814)


  • Pippin I. (817-838)


  • Pippin II. (838-848)


  • Karl das Kind (848-866)






Könige von Niederburgund





  • Ludwig III., der Blinde (887-905) (Buviniden)


  • Hugo I. (905-947)


  • Lothar II. (947-950)


  • Karl (950-963)






Herzöge von Niederlothringen





  • Karl (von Frankreich) (978-991)


  • Otto (991-1012)






Sonstige Herrscher





  • Tassilo III., Herzog von Bayern (748-788)


  • Karl, König der Provence


  • Karlmann, König von Bayern (876-880)


 
Family: F627
 
14 Der Name Rurikiden (Rurikowitschi) bezeichnet eine russische Dynastie die auf den Waräger Rurik (russisch Rjurik) zurückgeht. Die Rurikowitschi gehörten den Rus an, der skandinavischstämmigen Führungsschicht, die sich seit der Mitte des 9. Jahrhunderts unter den Ostslawen niedergelassen und das Reich der Kiewer Rus gegründet hatte. Die Rurikowitschi waren bis zum Ende des 10. Jahrhunderts weitgehend slavisiert. Im Mittelalter stammten fast alle Fürsten und Großfürsten der Kiewer Rus aus diesem Herrschergeschlecht. Fjodor I. war der letzte regierende Zar der Rurikiden. Auch heute leben drei polnische Fürstengeschlechter fort, die von Rurik abstammen. Family: F527
 
15 Die Árpáden waren die erste Herrscherdynastie Ungarns, deren Angehörige das Land von 1001 bis 1301 als Könige regierten.

Ihr Name geht auf den ersten ungarischen Großfürsten Árpád († 907) zurück. Er vereinigte von 890 an die Stämme der Magyaren, die damals am Unterlauf der Donau siedelten. Unter seiner Herrschaft begann 896 die Landnahme der Ungarn im Karpatenbogen.



Noch vor Árpád und der Ansiedlung der Magyaren in den Karpatenbogen etablierte Álmos (ca. 820-895) die Macht seiner Familie über die verschiedenen finno-ugrischen und türkischen Stämme. Damals lebten diese Völker noch in dem Land der Chasaren. Hier wurde Álmos' Sohn, Árpád zum Großfürst gewählt.



892 zogen die Magyaren an der Seite des ostfränkischen Herrschers Arnulf von Kärnten gegen Großmähren in den Krieg, dann an der Seite des byzantinischen Kaisers Leo VI. gegen die Bulgaren.



Ursprung der Dynastie



Unter den Nomaden in Asien war es üblich, dass in den Herkunftssagen ihrer Herrscherdynastien unterschiedliche Tiere eine wichtige Rolle spielten (siehe auch Dschingis Khan). Die Herkunft der Árpáden ist im Traum von Emese beschrieben, welcher in zwei Versionen existiert.



Der Traum von Emese



Schriftlich berichtete darüber zuerst der Chronist Anonymus, oder wie er sich nannte, P. dictus magister (der Meister, der sich P. nennt) im 13. Jahrhundert, im 14. Jahrhundert erschien eine weitere Version. Es handelt sich um eine totemistische Sage. In der ersten Version wird Emese im Traum von einem Falken geschwängert. In der anderen Version war Emese bereits schwanger, als sie der Falke in ihrem Traum besuchte. (Das altungarische Wort für Falke heißt turul, welches eigentlich aus dem Turkischen stammt). Der Turul-Vogel war das Symbol der Árpádendynastie, später wurde er das Symbol für ganz Ungarn.)



So schreibt man über den Traum von Emese im 14. Jahrhundert, am Hof von König Béla:



Im Jahre 819 des Herrens Verkörperung [...] heiratete Ügyek, der adeligste Herrscher aller Skythen Emese, die Tochter von Eunedubelianus [...] in Dentümogyer. Emese brachte einen Sohn zur Welt, den sie Álmos nannten [...], weil als Emese das Kind erwartete, sah sie einen Falken in ihrem Traum. Der Falke gab Emese zur Kenntnis, dass von ihrem Schoß eine Quelle entspringt, und von ihrem Mutterleib Könige stammen werden, die sich aber nicht in ihrem Land vermehren werden. Traum heißt auf Ungarisch álom, deshalb nannten sie das Kind Álmos.[...]



Zwar leiten sich die Árpádenkönige von Álmos ab, doch der Namensgeber der Dynastie ist derjenige Großfürst, der die sieben ungarischen Stämme (und die Kabaren, die jedoch keine Magyaren waren) in den Karpatenbogen einführte: Árpád, der Sohn von Álmos.



Namensgeber



Auch über die Herkunft des Namens Álmos gibt es mehrere Theorien. Das lateinische almus hat die Nebenbedeutung heilig. Es ist aber auch möglich, dass im Namen von Álmos das turkische Wort für nehmen steckt (vergl. türk.: almak, aser.: almaq, usb.: eltmoq, turkmen.: almak). Anonymus erwähnt 819 als Geburtsjahr von Álmos, das ziemlich zutreffend sein kann, denn nach Schätzungen der modernen Forschung datiert man die Geburt um 820.



Emese der Name von Álmos' Mutter (Eme heißt im Altungarischen Mutter, während Emese Mütterchen bedeutet) und der lateinisch klingende Name des Vaters, Eunedubelianus, scheinen spätere Ergänzungen zu sein, die die Chronisten in die Sage einfügten. Wer tatsächlich die Eltern von Álmos waren, darüber gibt es keine genauen Angaben. Es gibt Theorien, dass der Vater Ügyek oder Előd hieß. Da aber Előd im Ungarischen Vorfahre und Ügyek im Altungarischen heilig heißt, scheinen diese Namen auch eher fiktiv zu sein.



Siedlungsgebiete



Vor 830 erwähnen die Chroniken fast nie die Magyaren, danach dagegen taucht das Volk (eigentlich die Völker) immer öfter in den schriftlichen Quellen auf. Diese Tatsache lässt darauf schließen, dass die Magyaren in dieser Zeit in der südrussisch-südukrainischen Steppe erschienen, wo sie sich bis zur Ansiedlung im Karpatenbogen aufhielten. Álmos könnte also gegen 820 irgendwo an der Wolga geboren worden sein. (Die von Anonymus erwähnten Namen Skythien und Dentümogyer helfen nicht weiter. Skythien war nämlich damals die allgemeine Beschreibung der Siedlungsgebiete aller Nomaden, während Dentümongyer bis heute nicht gefunden wurde). Jedenfalls lebte Álmos irgendwo nördlich des Schwarzen Meeres.



Die ungarischen Stämme und das Großfürstentum



Konstantin VII. berichtete ausführlich über die Magyaren. Er erwähnt die sieben Stämme: Nyék, Megyer(i), Kürtgyarmat, Tarján, Jenő, Kér(i), Keszi, doch aus den Chroniken des byzantinischen Kaisers geht nicht hervor, welchen Stamm Álmos führte. Anfangs waren diese Stämme unter der Führung eines Mannes, den die Chroniken Levedi oder Levedias nennen. Ein Bruch unter den Stämmen erfolgte, als sie gegen 840/850 unter der Herrschaft der Chasaren eine Niederlage in einer Schlacht gegen den Petschenegen erlitten. Ein Teil der Magyaren wanderte dann südlich, in Richtung Persien, während die anderen nach Westen zogen, in einem Ort, den Konstantin Etelküzü nannte. Dort, einer chasarischen Forderung nachgebend, übergab Levedi die Führung an Álmos' Sohn Árpád, der damals bei den Magyarenfürsten beliebt war.



Wiederum sind die Chroniken aber ungenau. Wenn die Aufforderung der Chasaren tatsächlich gegen 850 erfolgte, wäre Árpád erst zehn Jahre alt gewesen, hätte also nicht zum Großfürsten gewählt werden können. Auf jedem Fall gab es vor Álmos mehrere Fürsten und Führer der Magyaren, während nach Álmos die Chroniken immer nur von einem einzigen Herrscher berichten. Nach Anonymus' Gesta Hungarorum fand eine Großfürstenwahl in Skythien statt, bei der sie Álmos zum Großfürsten ernannten. Da aber Álmos mehrere Söhne hatte, musste Árpád seine Brüder von der Macht ausschließen. Vermutlich löste er das durch Gewalt. Es erging aber auch eine Botschaft nach Konstantinopel, mit der sie bekanntgaben, dass die Großfürsten der Magyaren immer von den Nachkommen Árpáds ausgewählt werden sollten. Dadurch ist es möglich, dass in den Chroniken über den Großfürsten Álmos eher weniger geschrieben ist.



Nach den Chroniken war 895 Árpád der Großfürst der in den Karpatenbogen strömenden Magyaren, der den Titel gyula besaß. Gyula war damals der Titel derjenigen, die über die eigentliche militärische Macht der Magyaren verfügten. Der sakrale Führer der alten Magyaren hieß künde. Aus den Berichten der Chroniken über Álmos' Tod und Begräbnis kann man schließen, dass Álmos den Titel künde besaß.



Die ersten Herrscher



Als sich die Ungarn in dem Karpatenbogen gegen 895 niederließen, führten sie regelmäßige Raubfeldzüge gegen die westlichen Länder Europas. Nach der Niederlage in der Schlacht auf dem Lechfeld 955 unter Führung von Bulcsú und Lehel (siehe auch Ungarnkriege) wurde dem Großfürsten klar, dass sich die Magyaren ins christliche Europa integrieren mussten, falls sie einen stabilen Staat haben wollten. Großfürst Géza (ca. 970-997) schloss mit Otto I. in Quedlinburg 973 Frieden und übernahm das Christentum.



Árpáds vierter Nachfolger, Großfürst Vajk (* 975 bei Gran, † 15. August 1038 in Buda), ließ sich Ende des 10. Jahrhunderts auf den Namen Stephan taufen. Er nahm im Jahr 1001 eine von Papst Silvester II. übersandte Krone an und wurde als Stephan der Heilige zum Begründer des ungarischen Königtums.



Seine Dynastie regierte Ungarn, bis sie 1301 mit König Andreas III. in männlicher Linie ausstarb. Nach Jahren innerer Wirren setzte sich 1308 mit Karl I. das Haus Anjou als neue Herrscherdynastie durch.



Der Vazul-Zweig (1046-1095)



Nach Stephan I. blieb das Königreich Ungarn ohne Árpádenkönige; für eine kurze Periode herrschte der italienische Peter Orseolo auf dem ungarischen Thron. Seine Herrschaft sahen die Zeitgenössen als eine Tyrannei, unter der das ganze Land litt. Peter regierte mit der Unterstützung deutscher Panzerritter, was den ungarischen Adeligen nicht gefiel. König Peters Regierung (1038-1041, bzw 1044-1046) wurde vorübergehend von Samuel Abas Herrschaft (1041-1044) unterbrochen.



In dieser Situation tauchte die Idee auf, die Söhne von Vazul, Andreas, Béla und Levente auf den ungarischen Thron zu hieven. Für diesen Zweck organisierte Samuel Abas Hauptmann Viska eine Verschwörung gegen dem König. Viska wurde von Bolya und Bonyha unterstützt, den Söhnen des im Jahre 1003 besiegten Fürsten Gyula. Diese Männer waren keine Unterstützer der neuen Ordnung des Christentums.



Die Verschwörer schickten Boten zu den Söhnen von Vazul, doch Peter erfuhr von ihrem Plan und schlug die Verräter. Manche ließ er zu Tode quälen, anderen ließ er die Augen auskratzen.



Unabhängig von dieser Verschwörung ging eine ähnliche Bewegung von Csanád, Bischof Gellérts Stadt aus, wahrscheinlich unter der Führung des Bischofs selbst. Die Teilnehmer dieser Bewegung schickten ebenfalls Boten zu den drei Söhnen von Vazul, die sich jener Zeit im Kiewer Rus aufhielten. So kamen Andreas und Levente nach Ungarn. Sie wurden von einem großen Menge empfangen und so begann der Heidenaufstand im Spätsommer 1046. Peter wurde vom Thron gestoßen und geblendet. Es ist fraglich, ob er dabei auch starb; manche Quellen berichten nämlich, dass Peter erst 1059 starb, nachdem er im Exil 1055 die bayrische Prinzessin Judith von Schweinfurt zur Ehefrau genommen hatte.



Von den Brüdern Andreas und Levente wurde erwartet, dass sie die alte Ordnung, das Heidentum wiederherstellten. Levente starb noch im Jahre 1046, und Andreas wurde gekrönt. Den neuen König erschreckten die furchtbaren Taten der Heiden (sie hatten Peter geblendet und Bischof Gellért getötet), außerdem kam ein mächtiger Druck vom vom Heiligen Römischen Reich, die christliche Ordnung wiederherzustellen. Andreas stabilisierte seine Macht und forderte seine Untertanen auf, wieder christlich zu werden.



Andreas versuchte in seiner Regierungszeit, den Spuren von Stephan I. zu folgen. So etablierte er die Macht des Vazul-Zweiges der Árpáden in Ungarn. Sie blieben 1095 auf dem ungarischen Thron, als Ladislaus I., der Heilige starb.



Árpádenherrscher des Vazul-Zweiges:





  • Andreas I.


  • Béla I.


  • Salamon


  • Géza I.


  • Ladislaus I. der Heilige




Der Kálmán (Koloman)-Zweig (1095-1131)



Der Kálmán oder Koloman-Zweig besteht nur aus zwei Königen, Vater und Sohn.



Koloman, der ältere Sohn Gézas I. war der einzige Árpádenkönig, der priesterliche Erziehung bekam. Das spiegelte sich dann in seiner Regierung wider. Er setzte Stephans I. Traditionen fort, gab viele Gesetze heraus, vollendete die Konsolidation des Königreichs und eroberte Kroatien und Dalmatien. Er war der einzige Árpádenkönig, der lesen und schreiben konnte und in dessen Hof sich ein blühendes Kulturleben entwickelte.



Kolomans Sohn, Stephan, war der genaue Gegenteil seines Vaters. Seine Fähigkeiten waren eher bescheiden; unter seiner Reigierungszeit isolierte sich das Königreich außenpolitisch. Stephan II. verlor sein Prestige als König und musste sich auf die Unterstützung der Petschenegen verlassen, die er in das Land einlud.



In den letzten Jahren seiner Regierungszeit war Stephan II. oft krank, konnte deshalb die königliche Macht nicht unbegrenzt ausüben. Am Ende seiner Regierungszeit stand die Dynastie am Rande des Aussterbens. Álmos, Kolomans Bruder war gestorben und sein Sohn, Béla noch nicht geboren; Stephan selbst hatte keine Kinder, und Koloman hatte auch keine weiteren ehelichen Söhne. Neben dem König lebte nur ein einziges Mitglied der Familie: der geblendete Béla. In den weiblichen Zweigen lebten jedoch mehrere Nachkommen, wie zum Beispiel Saul, den Stephan zu seinem Nachfolger ernannte. So hätte die Regierung des Koloman-Zweiges weiterhin garantiert werden können, doch es kam anders.



Nach dem Tod von Stephan II. entschieden die Waffen die Nachfolgerfrage und der geblendete Béla II. wurde König von Ungarn. Damit endete die Regierung des Koloman-Zweigs.



Herrscher des Koloman-Zweigs:





  • Koloman der Buchkundige


  • Stephan II.




Der Álmos-Zweig (1131-1196)



Während des 12. Jahrhunderts regierten Ungarn die Nachkommen des von Koloman geblendeten Álmos. Das war die Zeit, als Ungarn als aktives Mitglied der europäischen Politik erschien, doch die Macht der Könige war ständig von Thronforderungen gefährdet, die sowohl von innerhalb als auch außerhalb des Zweiges kamen. Béla der Blinde erstickte seinen Kummer im Alkohol, während sein Sohn seine militärische Macht nicht richtig einschätzen konnte und die Kapazitäten des Landes überforderte. Béla III. organisierte die erste Kanzlei und regierte ein Ungarn, das in jener Zeit Großmacht geworden war.



Árpádenherrscher des Álmos-Zweiges:





  • Béla II. der Blinde


  • Géza II.


  • Stephan III.


  • Ladislaus II., Gegenkönig


  • Stephan IV., Gegenkönig


  • Béla III.




Der Imre (Emmerich)- Zweig (1196-1205)



Die zwei Könige des Zweiges regierten Ungarn neun Jahre lang.



Béla III. vermachte in seinem Testament das Land Emmerich, doch dessen Bruder Andreas, dem Béla viele Ländereien übergab und dem der alte König befahl, an Kreuzzügen teilzunehmen, bekämpfte seinen Bruder. Der Papst forderte Andreas auf, den Zwist zu beenden, doch nachdem Andreas seinen Bruder besiegt hatte, richtete er sein eigenes Königreich in Dalmatien ein. Von da aus attackierte er mehrmals das ungarische Königreich. Emmerich ließ deswegen seinen Sohn frühzeitig krönen.



Als König Emmerich 1204 starb, war sein Sohn Ladislaus erst vier oder fünf Jahre alt. Für ihn regierte sein Onkel, Andreas II. Die Umstände von Ladislaus' III. Tod 1205 sind nicht geklärt. Manche behaupten, Andreas hätte dabei eine Rolle gespielt.



Die Herrscher des Emmerich-Zweiges:





  • Emmerich


  • Ladislaus III.




Der András II. (Andreas II.)-Zweig (1205-1301)



Das Schlusskapitel der 450 Jahre Árpádenherrschaft sind jene 96 Jahre, die das Land unter der Regierung Andreas' II. und seiner Nachkommen erlebte. Fast das ganze 14. Jahrhundert dauerte ihre Herrschaft. Die wichtigsten Elemente sind die Herrschaft der Meranier, die Goldene Bulle, die Tatareninvasion und danach der Wiederaufbau des Landes, die Errichtung von Burgen und Städten und die allmähliche Auflösung der königlichen Macht. Als Andreas III. 1301 starb, starb mit ihm die Árpádendynastie aus. In Ungarn begann das 14. Jahrhundert mit einer feudalen Anarchie.



Herrscher des Andreas II.-Zweiges:





  • Andreas II.


  • Béla IV.


  • Stephan V.


  • Ladislaus IV.


  • Andreas III.




Heilige der Dynastie



Kanonisierte Mitglieder der Familie:





  • Stephan I. der Heilige


  • Gisela, Stephans Ehefrau


  • Emmerich, der Heilige, Stephans I. früh gestorbener Sohn, Prinz von Ungarn


  • Ladislaus I. der Heilige


  • Piroska (Eiréne) die Heilige, Tochter von Ladislaus I.


  • Elisabeth


  • Kinga die Heilige


  • Yolanda die Heilige


  • Margarethe die Heilige, Tochter von Béla IV., Namensgeber der Budapester Margaretheninsel


  • Agnes die Heilige oder Agnes von Prag




Genealogie





(I) Großfürst Árpád (895-907)



(II) Solt/Szabolcs (907-940?)



(III) Taksony (955?-972)



┌─────────────────┴───────────────────────────────────────┐

│ │

(IV) Géza (972-997) Mihail

│ │

┌────────────┴───────────────────┐ │

│ │ │

Unbekannte Tochter Stephan I. Vazul

│ (V) (997-1000) │

│ (1) (1000-1038) │

Peter Orseolo │

(2) (1038-1041) ┌──────────────────────────────┤

(3) (1044-1046) │ │

(4) Andreas I. (1046-1060) (5) Béla I. (1060-1063)

│ │

(6) Salomon (1063-1074) │



┌────────────────────────────────┤

│ │

│ │

(7) Géza I. (1074-1077) (8) Ladislaus I. (1077-1095)



┌──────────────────┴───────────────────┐

│ │

(9) Koloman (1095-1116) Fürst Álmos

│ │

(10) Stephan II. (1116-1131) (11) Béla II. (1131-1141)





┌──────────────────────────┬────────────────┴───────────┐

│ │ │

(12) Géza II. (1141-1162) (13) Ladislaus II. (1162-1163) (14) Stephan IV. (1163-1164)





├───────────────────────────────────┐

│ │

(15) Stephan III. (1162-1172) (16) Béla III. (1172-1196)





┌────────────────────────────────┤

│ │

(17) Emmerich (1196-1204) (19) Andreas II. (1205-1235)

│ │

(18) Ladislaus III. (1204-1205) ├──────────────────────────────┐

│ │

│ │

(20) Béla IV. (1235-1270) │

Prinz Stephan

(21) Stephan V. (1270-1272) │

│ │

(22) Ladislaus IV. (1272-1290) (23) Andreas III. (1290-1301)



Die römischen Zahlen in Klammern bezeichnen die Großfürsten (I.-V.), die arabischen Zahlen (1.-23.) die Könige.



Literatur



Gyula Kristó: Egy dicsőséges dinasztia, az Árpád-Ház (erschienen in der Zeitschrift Rubikon, Ausgabe 2000/3, S. 4-50) 

Family: F526
 
16 Die Babenberger waren ein österreichisches Markgrafen- und Herzogsgeschlecht. Dieser Name bezieht sich auf Bamberg in Oberfranken. Sie herrschten von 976 bis zu ihrem Aussterben 1246 — vor dem Aufstieg des Hauses Habsburg — als Markgrafen und Herzöge in Österreich.

Abstammung und Beinamen



Der Name „Babenberger“ sowie die Ableitung aus Franken stammt vom Geschichtsschreiber Otto von Freising, der selbst ein Angehöriger dieser Familie war. Er gibt die Abstammung seines väterlichen Geschlechts in seiner Chronica mit einem noblissimus Francorum comes an. Alle Beinamen der Babenberger gehen auf Ladislaus Sunthaym zurück, der sie in seiner Genealogie der Babenberger gegen Ende des 15. Jahrhunderts erfunden bzw. zugeordnet hat. Weder haben sich die Babenberger zu Lebzeiten als solche bezeichnet, noch hatten sie ihre Beinamen.



Der Zusammenhang der österreichischen mit den fränkischen Babenbergern, auch ältere Babenberger genannt, wurde seit dem Mittelalter immer wieder behauptet. Von der Wissenschaft wird die direkte Herleitung von den fränkischen Babenbergern heute nicht weiter verfolgt. Da die österreichischen Babenberger aus dem bairischen Hochadel stammen, ist eine Verwandtschaft naheliegend und wird über mütterliche Vorfahren vermutet. Die Abstammung von den Luitpoldinger wird durch verschiedene Theorien und Indizien heute als wahrscheinlich angenommen. Der erste Babenberger Liutpold war wahrscheinlich ein Sohn, oder Enkel des bayrischen Herzogs Arnulf des Bösen. Er war zudem Bruder, oder Neffe des Schweinfurter Grafen Berthold.



Markgrafen



976 wurde Liutpold Graf des Donaugaus erstmals als Graf der Marchia orientalis genannt, ein Gebiet von nicht mehr als 100 km Länge an der Ostgrenze Baierns, das sich zum Herzogtum Österreich entwickelte. Luitpold stand treu zu Kaiser Otto II.. Er wurde nach der Niederwerfung des bairischen Aufstandes 976 als Markgraf eingesetzt. Er dehnte seinen Herrschaftsbereich auf Kosten der Ungarn nach Osten bis zum Wagram aus. Nördlich der Donau beherrschte er nur einen schmalen Landstreifen, während südlich Rodungen bis weit ins Voralpenland vorgenommen wurden. 994 ging das Markgrafenamt auf seinem Sohn Heinrich I. über. Auf Heinrich, der die Politik seines Vaters fortführte, folgte 1018 sein Bruder Adalbert und 1055 sein Neffe Ernst, dessen bemerkenswerte Treue zu den Kaisern Heinrich II. und Heinrich III. durch viele Gunstbezeugungen belohnt wurde. Unter Adalbert wurden Leitha, March und Thaya als Grenzflüsse etabliert.



Der nachfolgende Markgraf Leopold II., schwankte im Investiturstreit, stellte sich aber letztlich unter Einfluss Bischof Altmanns von Passau auf die Seite des Papstes. Heinrich IV. war es allerdings trotz Leopolds Niederlage bei Mailberg 1082 nicht möglich, ihn aus der Mark zu vertreiben oder die Nachfolge durch seinen Sohn Leopold III. im Jahre 1096 zu verhindern. Im Streit zwischen Heinrich IV. und dessen Sohn Heinrich V. stellte Leopold III. sich auf die Seite des Sohnes, wurde aber auf die Seite des Kaisers gezogen und heiratete 1106 dessen Tochter Agnes, Witwe des Herzogs Friedrichs I. von Schwaben. 1125 lehnte er die Kaiserkrone ab. Sein Eifer bei Klostergründungen (vor allem in Klosterneuburg) brachte ihm den Beinamen "der Fromme" und 1485 die Heiligsprechung durch Papst Innozenz VIII. ein. Er gilt als Landespatron von Niederösterreich.



Herzöge



Der fünfte von Leopolds Söhnen war Otto, Bischof von Freising. Sein ältester Sohn, Leopold IV. wurde 1136 Markgraf und erhielt 1139 von König Konrad III. das Herzogtum Bayern, das Heinrich dem Stolzen entzogen worden war. Leopolds Bruder Heinrich (sein Beiname "Jasomirgott" kommt angeblich daher, dass Heinrich bei all seinen Entscheidungen den Satz "Ja so mir Gott helfe..." gesagt haben soll) wurde 1140 Pfalzgraf bei Rhein und nach Leopolds Tod 1141 Markgraf von Österreich. Nach seiner Heirat mit Gertrude, der Witwe Heinrichs des Stolzen, wurde er 1143 mit dem Herzogtum Bayern belehnt und trat von seinem Amt als Pfalzgraf zurück. 1147 nahm er am Kreuzzug teil. Nach seiner Rückkehr verzichtete er auf Betreiben des neuen Königs Friedrich I. auf Bayern. Als Ersatz dafür wurde Österreich, dessen Hauptstadt 1146 nach Wien verlegt worden war, zu einem Herzogtum erhoben (Privilegium Minus. 1156).



Der zweite Herzog war Heinrichs Sohn Leopold V., der ihm 1177 nachfolgte und an den Kreuzzügen von 1182 und 1190 teilnahm. In Palästina geriet er mit König Richard Löwenherz in Streit; er nahm Richard auf dessen Heimreise gefangen und übergab ihn Kaiser Heinrich VI.. Er bekam 50.000 Silbermark, die Hälfte des von England bezahlten Lösegelds, und gründete damit Wiener Neustadt, ließ Wien ausbauen und sorgte generell für ein Wirtschaftswachstum. Leopold erweiterte die Territorien der Babenberger durch den Erwerb der Steiermark nach dem Testament seines Verwandten Ottokar IV. Er starb 1194, worauf Österreich an seinen Sohn Friedrich und die Steiermark an seinen anderen Sohn Leopold fielen. Nach Friedrichs Tod 1198 wurden sie von Herzog Leopold VI. "dem Glorreichen" wieder vereinigt.



Der neue Herzog kämpfte in Spanien, Ägypten und Palästina gegen die Muslime, wird heute aber mehr als Gesetzgeber, Förderer der Literatur und Stadtgründer geschätzt. Unter ihm wurde Wien ein Zentrum der Kultur im Heiligen Römischen Reich und insbesondere der großen Schule der Minnesänger. Seine späteren Jahre verbrachte er im Streit mit seinem Sohn Friedrich. Er starb 1230 in San Germano, wohin er gegangen war, um zwischen Kaiser Friedrich II. und Papst Gregor IX. Frieden zu stiften.



Ende der Babenberger



Sein Sohn Friedrich II. folgte ihm als Herzog und bekam den Beinamen „der Streitbare“ aufgrund andauernder Kämpfe mit den Königen von Ungarn und Böhmen sowie mit dem Kaiser. Er beraubte seine Mutter und seine Schwester ihrer Besitzungen, war bei seinen Untertanen wegen seiner Unterdrückungspolitik verhasst, fiel 1236 unter Reichsacht und wurde aus Österreich vertrieben. Nach der Exkommunikation des Kaisers verhandelte er erfolglos mit Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen um die Erhebung Österreichs zu einem Königreich. Er starb 1246 auf dem Schlachtfeld. Mit seinem Tod erloschen die Babenberger im Mannesstamm.



Der Text basiert auf einem Artikel der Encyclopedia Britannica 1911



Literatur





  • Karl Lechner: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976–1246. 6., unveränd. Auflage. Böhlau, Wien u. a. 1996, ISBN 3205985699S


  • Andreas von Meiller: Regesten zur Geschichte der Markgrafen und Herzöge Österreichs aus dem Hause Babenberg. Wien 1850 (Digitalisat)


 
Family: F1228
 
17 Die Buviniden sind die Familie des Grafen Buvinus (oder Bouvin) von Metz, die vom Beginn des 9. bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts in der französischen und burgundischen und italienischen Geschichte eine herausragende Rolle spielte.

Die wichtigsten Familienmitglieder waren:





  • Boso († 887) König von Niederburgund


  • Ludwig der Blinde († 928) König von Niederburgund und Italien, römischer Kaiser


  • Richard Justiciarius († 921) Herzog von Burgund


  • Rudolf († 936), Herzog von Burgund, König von Frankreich


  • Hugo der Schwarze († 952), Herzog von Burgund




sowie in weiblicher Linie





  • Giselbert († 956), Herzog von Burgund




Stammliste





  1. Richard, Graf von Amiens 801/825



    1. Richard ostiarius, 834/839 bezeugt


    2. Buvinus (Bouvin), 842/862, Graf von Metz, Abt von Gorze ∞ NN, Tochter des Boso der Alte Graf von Arles, Graf in Italien (Bosoniden)



      1. Boso († 1. November 887) 870 Graf von Vienne, 876 Herzog von Italien, 879 König von Niederburgund, ∞ März/Juni 876 Ermengarde von Italien, (* wohl 852/855, † 896 vor dem 22. Juni) Tochter des Königs und Kaisers Ludwig II. (Karolinger)



        1. Engelburga (* wohl 877, † nach Januar 917), ∞ vor 910 Wilhelm I. Herzog von Aquitanien († 6. Juli 918)


        2. Töchter, 887 bezeugt


        3. Ludwig III. Bosonides genannt der Blinde († 5. Juni 928 in Arles) 887 König von Provence, 900-905 König von Italien, 901/902 römischer Kaiser, 905 geblendet ∞ I um 900 Anna von Byzanz (* 886/888, † vor 914) Tochter des Kaisers Leo VI., ∞ II vor 18. Januar 914 Adelheid von Burgund, Tochter des Königs Rudolf I. (Welfen)



          1. Karl Konstantin (* wohl 901, † nach Januar 962) 928/930 Graf von Vienne, ∞ Teutberga von Troyes († nach 960) Tochter des Grafen Warnarius und Teutberga von Arles



            1. Richard († nach Januar 962)


            2. Robert († wohl nach Mai 976)


            3. Konstanze (Constance) ∞ Boso II. († 965/967) 935 Graf von Avignon, 949 Graf von Arles (Haus Provence)






          2. Rudolf († nach 19. März 929)










      2. Richilde (Richeut) († 910/914), ∞ 22. Januar 870 Karl der Kahle († 6. Oktober 877) 843 König von Neustrien, 875 römischer Kaiser (Karolinger)


      3. Richard Justiciarius (Richard le Justicier) († 921) 876 Graf von Autun, wohl 880 Herzog von Burgund ∞ Adelheid, 921-928/929 bezeugt, Schwester des Rudolf I. König von Burgund (Welfen)



        1. Rudolf (Raoul) († 15. Januar 936) 921/936 Herzog von Burgund, 923/936 König von Frankreich, begraben in der Abtei Sainte-Colombe in Sens; ∞ 910/914 Emma († Ende 934) Tochter des französischen Königs Robert I. (Kapetinger, Robertiner)



          1. Sohn († wohl 934)






        2. Richilde (Richeut), 948/955 bezeugt ∞ Liétaud II. Graf von Mâcon († 7. September 965)


        3. Hugo der Schwarze (Hugues le Noir) († 17. Dezember 952) 936 Graf und Markgraf von Provence, Herzog von Burgund


        4. Boso I. († 935 nach 13. September) Graf von Provence, ∞ um 928 Bertha von Arles († nach 18. August 965) Tochter von Boso, Markgraf von Tuscien (Bosoniden), heiratet in zweiter Ehe um 936 Graf Raimund von Rouergue, Markgraf von Septimanien, 936 Herzog von Aquitanien († 961/965)






      4. Radbert, 859/879, Bischof von Valence


      5. Tochter ∞ NN



        1. Walo, Bischof von Autun


        2. Manasse, Graf, wohl Manasses der Ältere von Vergy



          1. Giselbert (Gilbert) († 956) Graf von Autun, 923 Herzog von Burgund, 952 Graf von Burgund



            1. Liutgard (Liégard) ∞ um Ostern 955 Odo von Paris (* wohl 944, † 22./23. Februar 965), 956 Herzog von Burgund (Kapetinger, Robertiner)


            2. Adelheid (Adélaide) ∞ I vor 950 Robert von Vermandois († 19./29. August 967), 946 Graf von Meaux, 956 auch Graf von Troyes (Karolinger), ∞ II Lambert Graf von Chalon-sur-Saône († 22. Februar 979), ∞ III 2. oder 9. März 979 Gottfried I. Graujacke (Geoffroy Grisegonelle) um 960 Graf von Anjou (X 21. Juli 987)
























Literatur





  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln Band II und Band III.1 (Anhang), beide 1984


 
Family: F558
 
18 Die Ekkehardiner sind ein altes, deutsches Adelsgeschlecht, das im Jahr 1046 ausgestorben ist, und unter anderem durch die Gründung von Naumburg bekannt wurde.

Ursprung



Der Stammsitz der Ekkehardiner befand sich auf dem linken Ufer der Unstrut bei Großjena im Mündungsgebiet dieses Flusses in die Saale. Die Lage ihres Erbgutes verband sie einerseits fest mit Thüringen, lenkte aber andererseits den Blick auch nach Osten in das slawische Siedlungsgebiet.



Aufgrund des Leitnamens Ekkehard wird vermutet, dass die Ekkehardiner eine Nebenlinie der Liudolfinger gewesen sein könnte: Ekkehard († wohl 30. August 954) könnte ein Sohn des 936 gefallenen Ekkehard sein, der wiederum ein Enkel des Sachsenherzogs Otto der Erlauchte war. Allerdings ist die verwandtschaftliche Beziehung nicht nachgewiesen.



Markgrafen von Meißen



Günther von Merseburg (965-982)



Günther von Merseburg, der Sohn eines 949 erwähnten Grafen Ekkehard, war unter Otto I. im Jahre 965 zum Markgrafen von Meißen geworden. Als Teilnehmer eines Italienzuges Ottos II. gegen die Sarazenen unter Emir Abdul Kassim kam er am 13. Juli 982 in der Schlacht am Cap Colonna in Kalabrien ums Leben.



Ekkehard I. (985-1002)





985 erhielt Ekkehard I., der Sohn Günthers, die Markgrafschaft Meißen. Er gilt als der Erbauer der Eckartsburg auf der Finne. Ekkehard gehörte zu den einflussreichen Männern in der Umgebung Ottos III.. Für die Italienfeldzüge des Kaisers wurde er zu einem unentbehrlichen Heerführer. Der Ekkehardiner, den Thietmar von Merseburg in seiner Chronik “die Zierde des Reiches” nannte, war sich seiner Macht (und Herkunft) durchaus bewusst. So verwundert es nicht, dass er nach dem Tode Ottos III., er war im Januar 1002 auf der Burg Paterno nördlich von Rom gestorben, in den Kampf um die Krone eintrat (siehe auch: Königswahl von 1002). Dies war möglich, da der Kaiser kinderlos geblieben und die Nachfolge keineswegs gesichert war. Neben Ekkehard gab es mit Heinrich von Bayern und Hermann von Schwaben weitere ernsthafte Bewerber um die Königskrone. Besonders Heinrich versuchte eine schnelle Entscheidung herbeizuführen. Als der Trauerzug mit dem Leichnam Ottos III., die Beisetzung sollte in Aachen erfolgen, die Alpen überquerte, hielt Heinrich ihn in Bayern auf und brachte die mitgeführten kaiserlichen Insignien in seinen Besitz. Der gewünschte Erfolg blieb jedoch zunächst aus. Mit Ausnahme des Bischofs Siegfried von Augsburg wichen alle anderen Fürsten einer direkten Parteinahme aus.

Auch die erste Zusammenkunft der Fürsten in Frohse brachte kein Ergebnis, obwohl Markgraf Ekkehard inzwischen versucht hatte, die sächsischen Fürsten für seine Thronkandidatur zu gewinnen. Erst die Wahl in der Pfalz Werla brachte die Entscheidung. Und zwar zugunsten Heinrichs. Ekkehard gab aber seine Ansprüche offensichtlich nicht auf. Er wurde jedoch auf seinem Zug nach Westen, wo er neue Verbündete zu finden hoffte, am 30. April 1002 bei Pöhlde im Harz von feindlichen Rittern überfallen und getötet.



Ekkehard I. ließ auf dem Höhepunkt seiner Macht als Markgraf von Meißen die Eckartsburg auf einem langgestreckten Bergrücken errichten.



Gunzelin (1002-1009)



König Heinrich II. setzte zunächst Ekkehards Bruder Gunzelin (Meißen) als Markgrafen von Meißen ein, der jedoch einen Vorstoß von Bolesław I. von Polen auf Meißen und bis an die Elster nicht verhindern konnte. Nach harten Kämpfen wurden die eroberten Gebiete zurückgewonnen und Ekkehards Söhne erhielten die Erbgüter, einschließlich der Eckartsburg und der Markgrafschaft Meißen: zuerst 1009 Hermann und nach seinem Tode 1038 sein Bruder Ekkehard II.



Hermann I. (1009-1038)



Um 1010 hatten die Brüder unter Hermann I. ihren Stammsitz bei Großjena verlassen und am Ostufer der Saale eine „Neue Burg“ – heute Naumburg (Saale) – errichtet. Die neue Burg lag ebenso wie die Eckartsburg an einer Königsstraße Via Regia deren Rest als 'Hohe Straße' bekannt ist. (Diese wichtige Handelsstraße stellte die Verbindung zwischen Westeuropa über das Rhein-Main-Gebiet und Erfurt mit Polen und anderen osteuropäischen Ländern her.)



Ekkehard II. (1038-1046)



Im Jahre 1046 starb mit Ekkehard II. das Geschlecht der Ekkehardiner aus. Diese Familie hatte einen großen Einfluss auf die Reichspolitik gehabt. Ihre Macht gründete sich auf kirchliche und Reichslehen, die sie zunehmend zu Erbgut umzuwandeln verstand. Auch zahlreiche Burgen wie die Eckartsburg auf der Finne bildeten ein unentbehrliches Gerüst ihrer Herrschaft. Im Naumburger Dom erinnern die künstlerisch hervorragenden Stifterfiguren (Ekkehard II. mit seiner Gemahlin Uta von Naumburg und Hermann mit seiner polnischen Regelindis od. Reglindis) an die adlige Stifterfamilie.



Stammliste





  1. Ekkehard, † wohl 30. August 954, 949/950 Graf – vermutliche Vorfahren (Ekkehard, * 936) siehe Liudolfinger



    1.  ? Gunther, * 13. Juli 982 in der Schlacht am Cap Colonna bei Cotrone, 968-976 und 979-982 Markgraf im Bistum Merseburg, ging 979 nach Kalabrien ∞ Dubrawka von Böhmen, auch Dubrava, Dobrava (* zwischen 925 und 931; † 977 in Polen), Tochter des böhmischen Přemysliden-Herzog Boleslav I. und der Adiva von England



      1. Ekkehard I., 976 bezeugt, † ermordet 30. April 1002 in Pöhlde, Graf, 985-1002 Markgraf von Meißen, Kandidat bei der Königswahl von 1002, gründet das Kloster Klein-Jena; ∞ Schwanhild, † 26. November 1014, Witwe von Markgraf Thietmar der Ostmark, Tochter von Hermann Billung, Herzog in Sachsen, begraben im Kloster Jena, nach 1028 ins Georgskloster in Naumburg (Saale) überführt



        1. Liutgard, † 13. November 1012; ∞ Januar 1003 Werner Graf von Walbeck, Markgraf der Nordmark, † 11. November 1014


        2. Hermann I., † 1038, 1007 Graf in Bautzen, 1009 Markgraf von Meißen, 1028 Graf im Hassegau und im Gau Chutizi, verlegt nach 1028 gemeinsam mit seinen Geschwistern das Kloster Klein-Jena nach Sankt Georg in Naumburg (Saale) ; ∞ Sommer 1002 Regelinda, * 989, † nach 21. März 1016, Tochter des Boleslaw I. Chrobry, 992 Fürst und 1025 König von Polen (Piasten)


        3. Ekkehard II., 1009 bezeugt, † 24. Januar 1046, Graf im Gau Chutizi und in Burgward Teuchern, 1032 Markgraf der Ostmark, begraben in Naumburg (Saale); ∞ Uta, † 23. Oktober ..., wohl Markgräfin Uta von Naumburg, Schwester des Esiko Graf im Schwabengau etc. (Askanier)


        4. Gunther, † 1. November 1025, vor 1001 königlicher Hofkaplan, 1009 königlicher Kanzler, 1024-1025 Erzbischof von Salzburg


        5. Eilward, † 24. November 1023, königlicher Hofkaplan, 1016-1023 Bischof von Meißen


        6. Mathilde; ∞ Dietrich II., † ermordet 19. November 1034, 1017 Graf in Eilenburg, 1021 Graf im Hassegau, Markgraf der Ostmark


        7. Oda, † 1025; ∞ 3. Februar 1018 auf Burg Cziczani Boleslaw I. Chrobry, 992 Fürst und 1025 König von Polen, † 17. Juni 1025 (Piasten)






      2. Gunzelin, † nach 1017, Markgraf von Meißen 1002-1009, abgesetzt


      3. Brun, Graf 1009












Literatur





  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Band I.1. Die fränkischen Könige und die Könige und Kaiser, Stammesherzöge, Kurfürsten, Markgrafen und Herzöge des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. 2. verbesserte Auflage. Klostermann, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-465-03420-1




darin benutzt:





  • Eduard Machatschek, Geschichte der Bischöfe des Hochstiftes Meissen, Dresden 1884


  • Robert Holtzmann: Beiträge zur Geschichte des Markgrafen Gunzelin von Meissen, in: Sachsen und Anhalt 8, Magdeburg 1932


  • Siegfried Lübke: Die Markgrafen der sächsischen Ostmark von Gero bis zum Beginn des Investiturstreits (940-1075), Diss. phil. Halle 1937


  • Ruth Schöllkopf: Sie sächsischen Grafen (919-1024), Göttingen 1957 (Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens 22. Heft)


  • Hans Patze: Die Entstehung der Landesherrschaft in Thüringen, I. Teil, Köln-Graz 1962 (Mitteldeutsche Forschungen 22)


  • R. Stöwesand: Zur Genealogie und Geschichte der Stiftes des Naumburger Domes, in Der Herold 8/9., 4. Heft, 1962


  • Herbert Ludat: An Elbe und Oder um das Jahr 1000, Köln-Wien 1971


  • Christian Lüpke: Regesten und Urkunden zur Geschichte der Slawen an Elbe und Oder III, Regesten, Berlin 1986


  • Eduard Hlawitschka: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands, Sigmaringen 1987 (Vorträge und Forschungen Sonderband 35)


  • Winfrid Glocker: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Studien zur Familienpolitik und zur Genealogie des sächsischen Kaiserhauses, Köln-Wien 1989


  • Gabriele Rupp: Die Ekkehardiner, Markgrafen von Meissen und ihre Beziehung zum Reich und zu den Piasten, Frankfurt am Main 1996


  • Heinz Wiesner: Das Bistum Naumburg 1,1 Die Diözese, Berlin-New York 1997 (Germania Sacra NF)


 
Family: F509
 
19 Die Liudolfinger, die auch Ottonen genannt werden, waren ein sächsisches Adelsgeschlecht und eine deutsche Herrscherdynastie. Die Liudolfinger regierten im Heiligen Römischen Reich von 919-1024. Begründer des Adelsgeschlechts war Graf Liudolf († 866). Die Bezeichnung Ottonen geht auf die drei liudolfingischen Kaiser zurück: Otto I., Otto II. und Otto III..

Familiengeschichte



Der Aufstieg des Geschlechts bewirkte den Aufstieg des Ostfränkischen Reiches. König Konrad I. († 919) aus der Familie der Konradiner bestimmte den mächtigsten Stammesherzog, den Liudolfinger Heinrich von Sachsen, zu seinem Nachfolger.



Heinrich I. war der Sohn von Herzog Otto dem Erlauchten von Sachsen und ein Enkel Liudolfs. Er wurde 919 in Fritzlar von den fränkischen und sächsischen Großen zum ostfränkischen König gewählt. Eine seiner wichtigsten Aufgaben war die Verteidigung des Reiches gegen die immer wieder angreifenden Magyaren (Ungarn). Diese besiegte er vorerst entscheidend im Jahre 933 an der Unstrut. Im selben Jahr unterwarf er die Elbslawen und Böhmen. Dadurch konnte er das Reich nach innen stabilisieren. Eines seiner politischen Ziele war die Schaffung der Reichseinheit. Diese wollte er mittels der 929 verabschiedeten Quedlinburger Hausordnung, die seinen zweiten Sohn Otto zum direkten Nachfolger bestimmte, erreichen. Die anderen Söhne wurden mit der Herzogswürde abgefunden. Mit König Otto I. bestieg 936 eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Heiligen Römischen Reiches den Thron.



Ottos Heer war es, das die Ungarn endgültig besiegte und der Bedrohung aus dem Südosten ein Ende bereitete, als er sie in der Schlacht auf dem Lechfeld 955 vernichtend schlug. Um die Stabilisierung des Reiches zu vollenden, ließ Otto sich von Papst Johannes XII. im Jahre 962 zum Kaiser krönen. Gleichzeitig erneuerte er das römische Kaisertum von Karl dem Großen, bestätigte die Pippinische Schenkung, und verheiratete seinen Sohn und Thronfolger Otto mit Theophanu, einer byzantinischen Prinzessin. Bereits 973 wurde dieser als Otto II. neuer König und dann auch Kaiser. Er führte die Politik seines Vaters fort und war wie dieser ein erfolgreicher Herrscher. Als Otto II. 983 starb, hinterließ er einen dreijährigen Sohn. Dieser wurde als Otto III. im Jahre 983 zum deutschen König gewählt; für ihn übernahm seine Mutter bis 991 die Regentschaft. Fünf Jahre später wurde er zum Kaiser gekrönt. Kaiser Otto III. verstarb sehr früh (1002) und hinterließ keinen Erben.



Doch wurde mit Heinrich, einem Vetter Ottos, noch einmal ein Liudolfinger deutscher König. Heinrich war der Urenkel von König Heinrich I. und bestieg 1002 als Heinrich II. den Thron (Königswahl von 1002). Trotz aller Widerstände wurde er 1014 zum Kaiser gekrönt. Später wurde er, aufgrund seiner vielen Stiftungen (Gründung des Bamberger Bistums) 1146 heilig gesprochen. Er starb 1024 ohne männlichen Erben, so dass die Ottonendynastie in männlicher Linie ausstarb. Mit Heinrich ging die Epoche der Ottonen zu Ende und die Königswürde an die Salier (Konrad II.) über.



Könige und Kaiser aus der Familie der Liudolfinger



Könige des Ostfrankenreichs und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs





  • Heinrich I. (König 919-936)


  • Otto I., der Große (936-973, ab 962 als Kaiser)


  • Otto II. (Mitkönig 963, Mitkaiser 967, Alleinherrscher 973-983)


  • Otto III. (983-1002, ab 996 als Kaiser)


  • Heinrich II. (1002-1024, ab 1014 als Kaiser)




Weitere bedeutende Liudolfinger





  • Altfrid (Bischof von Hildesheim bis 874) (die Zuordnung ist fraglich)


  • Liudolf (Herzog von Sachsen bis 866)


  • Brun (Herzog von Sachsen 866-880)


  • Otto der Erlauchte (Herzog von Sachsen 880-912)


  • Thankmar


  • Gerberga (Königin von Frankreich bis 954)


  • Hadwig (Herzogin von Franzien bis 956)


  • Heinrich (Herzog von Bayern 947-955)


  • Brun (Erzbischof von Köln 953-965, Herzog von Lothringen bis 965)


  • Wilhelm (Erzbischof von Mainz 954-968)


  • Liudolf von Schwaben (Herzog von Schwaben 949-953)


  • Mathilde (Äbtissin in Essen von 973-1011)


  • Heinrich der Zänker (Herzog von Bayern 955-976, 985-995)


  • Otto I. von Schwaben, Herzog von Schwaben 973-982, Herzog von Bayern 975-982)


  • Brun von Augsburg (Bischof 1006-1029)




Stammliste



Bis zur Erlangung der Königswürde





  1. NN



    1. Brun(hart)



      1.  ? Liudolf, † 11. März 866, Graf in Sachsen, gründet 852 in Brunshausen die spätere Abtei Gandersheim, begraben in Brunshausen; ∞ Oda, * 805/806, † 17. Mai 913, 107 Jahre alt, Tochter des princeps Billung (Billunger) und der Ada, begraben in der Stiftskirche Gandersheim



        1. Brun, X 2. Februar 880 gegen die Normannen, 877 Graf


        2. Otto der Erlauchte, † 30. November 912, 877 bezeugt, 888 Graf im Südthüringgau, Graf im Eichsfeld, 908 Laienabt von Hersfeld, begraben in der Stiftskirche Gandersheim; ∞ Hadwig (Hathui), † 24. Dezember 903, Tochter des Heinrich dux Austrasiorum (fränkische Babenberger)



          1. Thankmar, 907 bezeugt, † vor 30. November 912)


          2. Liudolf, 907 bezeugt, † vor 30. November 912)



            1. Ekkehard, X 25. September 936 – vermutliche Nachkommen siehe Ekkehardiner






          3. Heinrich I., * wohl 876, † 2. Juli 936 in Memleben, deutscher König Fritzlar 6. Mai 919, begraben in der Stiftskirche Quedlinburg; ∞ I 906, getrennt 909: Hatheburg; ∞ II 909 in Wallhausen Mathilde, Laienäbtissin von Nivelles, * wohl 896, † 14. März 968 in Quedlinburg, Tochter des Grafen Dietrich (Theoderich) (Immedinger) und der Reginlind, begraben in der Stiftskirche Quedlinburg - Nachkommen siehe unten


          4. Oda, † wohl 2. Juli nach 952; ∞ I 27. März/13. Juni 897 Zwentibold, 895 König von Lotharingien, X 13. August 900 (Karolinger), ∞ II 900 Graf Gerhard, X 22. Juni 910 (Matfriede)


          5. Liutgard (Dodica), † 21. Januar 923, 910-923 Äbtissin von Gandersheim


          6. Irminburg, † vor 936; ∞ Graf Siegfried, † 3. Dezember 936/941, Bruder des Markgrafen Gero


          7. Tochter, außerehelich, 932 bezeugt, ∞ Wido aus Thüringen






        3. Thankmar, wohl 877/879 Abt von Corvey


        4. Liutgard, 877 bezeugt,† 17. oder 30. November 885, begraben in Aschaffenburg; ∞ vor 29. November 874 Ludwig III. der Jüngere, König der Ostfranken, † 20. Januar 882 (Karolinger)


        5. Enda ∞ NN


        6. Hathumod, * 840, † 29. November 874, 852 Äbtissin von Gandersheim, begraben in Brunshausen


        7. Gerberga, † 5. September 896/897, 874 Äbtissin von Gandersheim


        8. Christina, † 1. April wohl 919/920, 896-897 Äbtissin von Gandersheim, begraben in der Stiftskirche Gandersheim


        9. 1 Tochter und 2 oder 3 Söhne, † klein










    2. Uffo (Ovo) genannt Liudolf, von 802/817 bis um 850 bezeugt, † 27. Juni um 852; ∞ Richeit, † 8. April ..., Tochter des Ricfrid



      1. Altfrid, † 15. August 874, 851 Bischof von Hildesheim, 852 Mitgründer von Gandersheim, 852-872 Erbauer des Doms zu Hildesheim, gründet das Kloster Seligenstadt und um 845 das Stift Essen, 879 Mitgründer des Klosters Lamspringe


      2. Adi, um 852 bezeugt


      3. Tadi, um 852 bezeugt


      4. Friedrich, um 852 bezeugt


      5. Gersuit, erste Äbtissin von Essen, begraben in St. Quintinus in Essen






    3. Bovo, um 850 bezeugt








Alle Angaben zu dieser "Familia 2" sind derzeit nicht mehr haltbar. Auch das Begräbnis in St. Quintin ist fraglich. Ovo und Richeit sind nicht Altfrids Eltern, sondern Wohltäter für das Stift Essen! Gerswid war eine Verwandte Altfrids, aber wie sie mit ihm verwandt war, ist unbekannt. (Quelle: Essener Beiträge Nr. 107)



Die kaiserliche Familie





  1. Heinrich I., * wohl 876, † 2. Juli 936 in Memleben, deutscher König Fritzlar 6. Mai 919, begraben in der Stiftskirche Quedlinburg; ∞ I 906, getrennt 909: Hatheburg; ∞ II 909 in Wallhausen Mathilde, Laienäbtissin von Nivelles, * wohl 896, † 14. März 968 in Quedlinburg, Tochter des Grafen Dietrich (Theoderich) (Immedinger) und der Reginlind, begraben in der Stiftskirche Quedlinburg - Vorfahren siehe oben



    1. (I) Thankmar, X 28. Juli 938 auf der Eresburg


    2. (II) Otto I. der Große (* 23. November 912, † 7. Mai 973 in Memleben), 930 Mitkönig, 7. August 936 deutscher König, Rom 2. Februar 962 Kaiser, begraben im Magdeburger Dom; ∞ I September 929 Editha (Edgitha), † 26. Januar 946, Tochter des angelsächsischen Königs Eduard des Älteren (Edward the Elder), begraben im Magdeburger Dom; ∞ II Oktober/November 951 in Pavia Adelheid von Burgund, † 16. Dezember 999 im Kloster Seltz im Elsass), Tochter des Rudolf II., König von Burgund, Witwe von Lothar II., 931 Mitkönig von Italien, begraben im Kloster Seltz



      1. Wilhelm, unehelich, die Mutter war eine vornehme Slawin, * 929, † 2. März 968 in Rottleberode, 954 Elekt und Erzbischof von Mainz, begraben in Sankt Alban vor Mainz


      2. (I) Liudolf, * 930, † 6. September 957 in Pombia, Graf, 950-954 Herzog von Schwaben, abgesetzt; ∞ Ende 947/Anfang 948 Ida von Schwaben, † 17. Mai 968, Tochter des Hermann I., Herzogs von Schwaben und der Reginlint (Konradiner)



        1. Mathilde, * 949, † 6. November 1011, um 971 Äbtissin von Essen, begraben in der Essener Münsterkirche


        2. Otto I. von Schwaben, * 954, † 31. Oktober 982 in Lucca, Herzog von Schwaben 973-982, Herzog von Bayern 976-982, begraben in Sankt Peter und Alexander in Aschaffenburg


        3. (sehr fraglich) Richlint, ∞ Konrad (von Öhningen), Herzog von Schwaben, † 20. August 997, Konradiner






      3. (I) Liutgard, * wohl 931, † 18. November 953, begraben in Sankt Alban vor Mainz; ∞ um 947 Konrad der Rote, X 10. August 955 auf dem Lechfeld, 942-945 Graf in Franken, 944-945 Herzog von Lothringen (Salier)


      4. (II) Heinrich, * Ende 952/Anfang 953, † 7. April wohl 954


      5. (II) Brun, * Ende 953/Anfang 954, † 8. September 957


      6. (II) Mathilde, * Anfang 955, † 7. Februar 999, 966-999 Äbtissin von Quedlinburg, begraben in der dortigen Stiftskirche


      7. (II) Otto II., * 955, † 7. Dezember 983 in Rom, Aachen 26. Mai 961 Mitkönig, 25. Dezember 967 Mitkaiser, deutscher König 973, begraben im Petersdom (San Pietro) in Rom; ∞ 14. April 972 Theophanu, † 15. Juni 991 in Nimwegen, Verwandte (neptis) des basileus Johannes Tzimiskes, 984-991 Regentin des Reiches, Laienäbtissin von Nivelles, begraben in Sankt Pantaleon in Köln



        1. Adelheid, * 977, † [1045]], Äbtissin in Quedlinburg 999 und in Gandersheim ab 1039


        2. Sophia, * Oktober 975, † 27./31. Januar 1039, 989 Canonica, 1001 Electa und 1002 Äbtissin von Gandersheim, um 1012 auch Äbtissin von Essen


        3. Mathilde, * Sommer 978, † 4. Dezember 1025 in Esch an der Sauer, begraben in der Abtei Brauweiler; ∞ vor 15. Juni 991 Ezzo (Erenfried), Graf im Auelgau und Bonngau, 1020 Pfalzgraf von Lothringen, † 21. Mai 1034 in Saalfeld (Ezzonen)


        4. Tochter, † 990 vor dem 8. Oktober


        5. Otto III., * Ende Juni/Anfang Juli 980, † 23./24. Januar 1002 in Paterno, Aachen 25. Dezember 983 Mitkönig (der Tod seines Vaters in Rom 18 Tage zuvor war in Aachen noch nicht bekannt), September 994 erwachsen, Rom 21. Mai 996 Kaiser, begraben im Münster zu Aachen;










    3. (II) Gerberga, * 913/914 in Nordhausen, † 5. Mai nach 968; ∞ I 928/929 Giselbert, 916 Graf, 928 Herzog von Lothringen, † Oktober 929, ertrunken im Rhein (Reginare); ∞ II Ende 939 Ludwig IV., 936 König der Westfranken, † 10. September 954 in Reims, begraben in Saint-Remi in Reims (Karolinger)


    4. (II) Heinrich I., * zwischen Dezember 919 und 22. April 922, † 1. November 955 in Regensburg, wohl 940 Herzog von Lothringen, 947-955 Herzog von Bayern, begraben im Niedermünster in Regensburg; ∞ um 937/940 Judith von Bayern, † 29. Juli wohl nach 974), Tochter des Herzogs Arnulf I. von Bayern (Luitpoldinger), ging 974 nach Niedermünster in Regensburg



      1. Gerberga, * wohl 940, † 13./14. November 1001, 949 bzw. wohl 956 Äbtissin von Gandersheim


      2. Hedwig, † 26. Juli 994; ∞ Burchard II. Herzog von Schwaben 954-973, † 12. November 973, begraben auf der Insel Reichenau (Burchardinger)


      3. Heinrich II. der Zänker, * 951, † 28. August 995 in Gandersheim, 955-976 und 985-995 Herzog von Bayern, 989-995 Herzog von Kärnten, begraben in der Stiftskirche Gandersheim; ∞ vor 972 Gisela von Burgund, † 21. Juli 1007, Tochter des Konrad III. des Friedfertigen, König von Burgund (Welfen)



        1. Heinrich II. der Heilige, * 6. Mai wohl 973, † 13. Juli 1024 in der Pfalz Grona, Herzog von Bayern 995-1004 und 1009-1017, Mainz 7. Juni 1002 Wahl zum deutschen König, Aachen 8. September 1002 Krönung, Rom 14. Februar 1014 Kaiser, begraben im Bamberger Dom 1046 heiliggesprochen; ∞ Frühsommer 1000 Kunigunde von Luxemburg, † 3. März 1033 in Bamberg, Tochter des Grafen Siegfried I. (Wigeriche), gründet 1017 das Stift Kaufungen, begraben im Bamberger Dom


        2. Brun, † 24. April 1029 in Regensburg, wohl Domherr in Hildesheim, 1005-1006 Reichskanzler, 1006-1029 Bischof von Augsburg, 1020 Stifter von Sankt Moritz in Augsburg, 1026 Vormund von König Heinrich III., begraben in Sankt Moritz in Augsburg


        3. Gisela, * wohl 985, † 7. Mai 1065 in Passau, begraben im Kloster Niedernburg in Passau, ∞ 996 Stephan I. der Heilige, 997 Großfürst und 1000 König von Ungarn, † 15. August 1038 (Arpaden)


        4. Brigida, Nonne in Sankt Paul in Regensburg, Äbtissin von Andlau


        5. Arnold, † 17. November 1018/1019, 1013 Erzbischof von Ravenna






      4. Brun, wohl am 22. Juli 976 bezeugt






    5. (II) Hadwig, * wohl 922, † 1. September wohl nach 958; ∞ 9. Mai/14. September 937 Hugo Capet, 936 dux Francorum, Regent von Frankreich, † 16. Juni 956 in Dourdan, begraben in der Basilika Saint-Denis (Kapetinger)


    6. (II) Brun, * Mai 925, † 11. Oktober 965 in Reims, 940-953 königlicher Kanzler, 948-950 Abt von Lorsch, 951-965 Erzkaplan, 953-965 Erzbischof von Köln, 954 Erzherzog (archidux) in Lothringen, gründet Sankt Pantaleon in Köln, begraben in Sankt Pantaleon in Köln








Literatur





  • Klaus G. Beuckers, Johannes Cramer, Michael Imhof (Hrsg.): Die Ottonen. Kunst, Architektur und Geschichte. Imhof, Petersberg 2002, ISBN 3-932526-91-0


  • Helmut Beumann: Die Ottonen. 5. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2000, ISBN 3-17-013190-7


  • Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter: Ottonische Neuanfänge. Philipp von Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-80532-701-3


  • Jürgen Naumann: Sächsische Geschichte in Daten. Genehmigte Lizenzausgabe für Fourier Verlag GmbH, Wiesbaden, 2003 ISBN 3-932412-37-0


  • Gerhard Hartmann, Karl Schnith: Die Kaiser - 1200 Jahre europäische Geschichte. Genehmigte Lizenzausgabe für Verlagsgruppe Weltbild GmbH, Augsburg 2003, ISBN 3-8289-0549-8


  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Band I.1. Die fränkischen Könige und die Könige und Kaiser, Stammesherzoge, Kurfürsten, Markgrafen und Herzoge des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. 2. verbesserte Auflage. Klostermann, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-465-03420-1




darin benutzt:





  • Konrad Ribbeck: Ein Essener Necrologium aus dem 13. und 14. Jahrhundert, in: Beiträge zur Geschichte von Stadt und Land Essen, 20. Heft, Essen 1900


  • Hans Goetting: Die Anfänge des Reichsstifts Gandersheim, in: Braunschweigisches Jahrbuch 31, 1950


  • Irmgard Dietrich: Das Haus der Konradiner. Untersuchungen zur Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit; Dissertation phil. Marburg 1952


  • J. J. Hoebanx: L’abbaye de Nivelles des Origines au XIVe siècle, in: Mémoires de l’académie Royale de Belgique, Classe des lettres et des sciences morales et politiques, deuxième série XLVI, Brüssel 1952


  • Friedrich Wilhelm Oedinger (Bearbeiter): Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter I (313-1099), Bonn 1954-1961, Nr. 722 (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 21)


  • Hans Goetting (Bearbeiter): Das Bistum Hildesheim,



    • 1. Das reichsunmittelbare Stift Gandersheim, Berlin-New York 1973 (Germania Sacra NF I,7)


    • 3. Die Hildesheimer Bischöfe von 815 bis 1221 (1227), Berlin-New York 1984 (Germania Sacra NF 20)






  • Eduard Hlawitschka: Zur Herkunft der Liudolfinger und zu einigen Corveyer Geschichtsquellen, in: Rheinische Vierteljahresblätter 38, 1974


  • Reinhard Wenskus: Sächsischer Stammesadel und fränkischer Reichsadel, Göttingen 1976 (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, phil.-hist. Kl. 3. Folge Nr. 93)


  • Eduard Hlawitschka: „Merkst Du nicht, dass Dir das vierte Rad am Wagen fehlt?“ Zur Thronkandidatur Ekkehards von Meißen nach Thietmar nach Chronicon c. 52, in: Geschichtsschreibung und geistiges Leben. Festschrift für Heinz Löwe zum 65. Geburtstag, Köln-Wien 1978


  • Wilhelm Kohl: Die Gründer des Klosters Liesborn, in: An Ems und Lippe. Heimatkalender für den Kreis Warendorf 1981


  • Christian Lübke: Regesten und Urkunden zur Geschichte des Slawen an Elbe und Oder, II. Regesten, Berlin 1985, Nr. 4


  • Johann Geier: Die Traditionen, Urkunden und Urbare des Klosters St. Paul in Regensburg, München 1986 (Quellen und Forschungen zur Bayerischen Geschichte NF XXXIV)


  • Eduard Hlawitschka: Untersuchungen zu den Thronwechseln des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands, Sigmaringen 1987 (Vorträge und Forschungen Sonderband 35)



    • dazu: Besprechung von Gerd Althoff, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 137, 1989






  • Eduard Hlawitschka: Die Ottonen – Einträge der Lausanner Annalen, in: Romana Renascens, Beiträge zur Spätantike und Rezeptionsgeschichte, Ilona Opelt von ihren Freunden und Schülern zum 9.7.1988 in Verehrung gewidmet, hg. von Michael Wisemann, Frankfurt am Main-Bern-New York-Paris 1988


  • Winfried Glocker: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Studien zur Familienpolitik und zur Genealogie des sächsischen Kaiserhauses, Köln-Wien 1989 (Diss. zur mittelalterlichen Geschichte 5)


  • Ernst Gierlich: Die Grabstätten der rheinischen Bischöfe vor 1200, Mainz 1990


  • Günther Wolf: Die Kinder Heinrichs I. und Mathildes und die Bedeutung ihrer Verlobungen und Heiraten, in: Archiv für Diplomatik, Köln-Wien 1990


  • Matthias Becher: Rex, Dux und Gens. Untersuchungen zur Entstehung des sächsischen Herzogtums im 9. und 10. Jahrhundert, Husum 1996 (Historische Studien Band 444)


  • Hagen Keller: Die Ottonen, 2. Aufl., München: C.H. Beck 2001, ISBN 3-4064-4746-5


 
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20 Die Piasten waren eine polnische Dynastie, deren Ursprung im 9. Jahrhundert beim westslawischen Stamm der Polanen lag. Der Name Piasten bezieht sich auf ihren legendären Stammvater Piast. Erstes Herrschaftszentrum der Piasten war im 9. Jahrhundert Giecz. Kurz darauf übernahm das nahegelegene Gnesen diese Funktion. Die Geschichte Polens begann mit der Entwicklung eines ersten Staatsgebildes auf dem Gebiet des heutigen Großpolens (Posen-Gnesen-Kalisch) unter den Piasten. Zeitweilig waren Schlesien, Pommern, Böhmen, Ruthenien, die Slowakei und die beiden Lausitzen Teil des Staates der ersten Piasten, in anderen Zeiten war das junge Polen auf sein Kerngebiet Großpolen (Region um Posen - Gnesen) und Kleinpolen ( Region um Krakau ) reduziert.

Die Nachbarschaft dieses jungen Staates zum machtvollen Heiligen Römischen Reich bedingte eine teilweise gespannte Koexistenz, in der vereinzelte Piasten (zum Beispiel Mieszko I., Kasimir I. der Erneuerer, Wladyslaw I. Herman) durch Treueide oder Tributpflicht gegenüber den römisch-deutschen Kaisern, Ehen mit Vertretern des deutschen Hochadels (Salier, Ottonen) und andere Verträge ihr Staatswesen vor äußeren Eingriffen schützen wollten. Mit dem Dokument Dagome Iudex im Jahre 991 übergab Mieszko I. das Reich der Polen in die päpstliche Obhut (Peterspfennig). Die Titel der Piasten schwankten, je nach Machtposition, zwischen Herzog und König. Weitere einflussreiche Nachbarn des piastischen Polen waren damals das Kgr. Böhmen, das Kgr. Ungarn, das Reich der Kiewer Rus, sowie ab dem späten 13. Jahrhundert der Deutsche Orden und das Großfürstentum Litauen.



Mit dem Tod von Boleslaw III. Schiefmund 1138, brach in Polen der Partikularismus aus, der für fast 150 Jahre die Geschicke Polens bestimmen sollte. Polen zerbrach in eine Vielzahl zeitweilig einander bekriegender piastischer Herzogtümer, wodurch die politische Stellung und Autorität Polens in Europa des 13. Jahrhunderts stark geschwächt wurde. Mit Boleslaws Tod wurde das Senioratsprinzip rechtlich wirksam, und scheiterte schon wenige Jahre nach dem Tod des polnischen Souveräns. Es kam zum Streit zwischen den Söhnen, welche Polen in kleine Herrschaftsbereiche zerfallen ließen. Die jeweiligen Beherrscher Krakaus, der Hauptstadt der Senioratsprovinz Kleinpolen, waren "Seniorherzöge", die ihnen unterstellten Familienmitglieder "Juniorherzöge". Einige dieser Territorialfürsten - besonders Mieszko III., Wladislaus Dünnbein, Leszek der Weiße und die schlesischen Sprosse der Dynastie (Schlesische Piasten) bestiegen den Krakauer Thron mehrere Male und wurden auch mehrmals abgesetzt.



Das Goldene Zeitalter der Piasten endete, als 1370 die königliche und gleichzeitig jüngste Linie der Piasten mit König Kasimir III. erlosch. Die masowische Linie aus Warschau (ein Zweig der jüngsten Linie) erlosch 1526, die älteste Linie (Schlesische Piasten) blühte und regierte jedoch weiter. Davon starb der Teschener Zweig im Jahre 1625 aus. Der letzte legitime männliche Nachkomme des Geschlechts, Augustus Graf von Liegnitz, starb 1678, drei Jahre nach seinem Neffen, dem letzten regierenden Herzog von Liegnitz, Brieg und Wohlau Georg Wilhelm (geb.1660, Regent 1672-1675, begraben im Piastenmausoleum zu Liegnitz). Dessen Schwester Charlotte starb 1707 als Letzte der tausendjährigen Ahnenreihe und ruht in Trebnitz bei Breslau zu Füßen des Sarkophags ihrer Ahnin, der Hl.Hedwig von Schlesien. Zählt man die in Oberschlesien vertretene Linie der Freiherren von Hohenstein zu den Piasten, dann war der Urenkel des Teschener Fürsten Adam Wenzel († 1617) Ferdinand II. Freiherr von und zu Hohenstein († 3. April 1706) der letzte Piast. Dies ist jedoch umstritten, da er zum Teil nicht als legitimer Spross der Piasten angesehen wird.



Von 1370 bis 1384 regierte in Polen Ludwig der Große, König von Ungarn aus der Dynastie der Anjou, einer Nebenlinie der Kapetinger, Sohn der Elisabeth von Polen, Tochter Wladyslaws des Ellenlangen und leibliche Schwester des Kasimirs III.. Aufgrund der gemeinsamen Bedrohung durch den Ordensstaat verbündete sich Polen mit Litauen. Die jüngere Tochter Ludwigs, Hedwig (polnisch: Jadwiga) wurde zum regierenden polnischen "König" gekrönt. Sie heiratete den Großfürsten Jagiello von Litauen , und beide Reiche wurden ab 1386 in Personalunion durch das Haus der Jagiellonen regiert.



Herrscher aus dem Hause der Piasten



Polnische Regenten, mit Amtszeiten:





Mieszko I. Herzog der Polanen, 960-992


Boleslaw I. der Tapfere, 992-1025, ab 1025 König


Mieszko II. Lambert, König 1025-1033, ab 1033-1034 Herzog


Kasimir I. der Erneuerer, 1034-1058


Boleslaw II. der Kühne, 1058-1079, ab 1076 König


Wladyslaw I. Herman, 1079-1102


Boleslaw III. Schiefmund, 1102-1138


Władysław II. der Vertriebene Herzog von Schlesien und Polen (Krakau), 1138-1146 SL


Boleslaw IV der Kraushaarige 1146-1173


Mieszko III. genannt der Alte, 1173-1177 GL


Kasimir II. der Gerechte, 1177-1194 JL


Leszek I. der Weiße, 1202-1227 JL


Mieszko IV. genannt Kreuzbein, 1210-1211 SL


Wladyslaw III. Dünnbein, 1228-1231 GL


Heinrich I. der Bärtige von Breslau 1228/1229-1231-1238 SL (1201-1238)


Heinrich II. der Fromme von Breslau 1238-1241 SL


Konrad I. von Masowien, 1241-1243 JL


Boleslaw V. der Schamhafte 1243-1279 JL


Leszek II. der Schwarze, 1279-1288 JL


Heinrich IV. Probus von Breslau, 1288-1290 SL


Przemysl II., 1290-1296 ab 1295 König von Polen. GL


Wenzel II., 1300-1305 König von Böhmen und Polen (GL)*)


Wenzel III., 1305-1306 König von Böhmen und Polen (GL)*)


Wladyslaw IV. (als König I.) der Ellenlange, 1306-1333 JL


Kasimir III. der Große, 1333-1370 JL




Liste bedeutender schlesischer Herzöge aus dem Hause der Piasten





  • Boleslaw I. der Lange von Schlesien (geboren um 1127, Herzog 1163-1201)


  • Boleslaw II. der Wilde von Liegnitz (geboren um 1224, Herzog 1241-1278)


  • Wladislaw von Salzburg, Bischof von Salzburg


  • Heinrich V. der Dicke von Breslau (geboren um 1248, Herzog 1290-1296)


  • Heinrich VI. der Gute von Breslau (geboren 1294, Herzog 1296-1335)


  • Bolko II. der Kleine von Schweidnitz-Jauer und Niederlausitz (geboren um 1309, Herzog 1326-1364)


  • Ludwig I. von Brieg (geboren um 1311, Herzog 1342-1398)


  • Heinrich V. der Eiserne von Glogau-Sagan (geboren um 1324, Herzog 1332-1369)


  • Wladislaw II. von Oppeln (geboren um 1330, Herzog 1360-1401)


  • Johann Kropidlo von Oppeln, Bischof (geboren um 1360, gest. 1421)


  • Bolko V. von Oppeln (geboren um 1400, Herzog 1420-1460)


  • Nikolaus II. von Oppeln (geboren um 1457, Herzog 1475-1497)


  • Johann II. der Gute von Oppeln-Ratibor (geboren um 1460, Herzog 1476-1532)


  • Heinrich XI. von Liegnitz (geboren 1539, Herzog 1551-1576 und 1580-1581)


  • Georg II. von Brieg (geboren 1523, Herzog 1547-1586)


  • Georg Wilhelm I. von Liegnitz, Brieg und Wohlau (geboren 1660, Herzog 1672-1675)




*) Aus der böhmischen Dynastie der Premysliden, mit den Piasten auf der Spindelseite verwandt. Wenzel II. heiratete eine Tochter Königs Przemysl II.


GL-großpolnische Linie (Posen-Kalisch), Nachkommen Mieszko III. des Alten.


JL-jüngste Linie (Masowien-Kujawien), Nachkommen Kasimir II. des Gerechten.


SL-schlesische (älteste) Linie, Nachkommen Wladyslaw II. des Vertriebenen.



Andere oft vorkommende Formen der slawischen Namen der Piastenfürsten in der deutschen Historiographie:





  • Boleslaw - Boleslaus;


  • Leschko - Lech - Leszek;


  • Mieszko - Mecislaus oder Meczislaus;


  • Przemysl(aw) - Primislaus;


  • Wladyslaw - Ladislaus - Vladislaus - Wladislaus


 
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